Lieferanten der Leeb Biomilch schließen sich zusammen

73 Schaf- und Ziegenmilcherzeuger aus Nieder- und Oberösterreich sowie Salzburg haben sich zum "Verein zur Förderung der Bio-Schaf- und -Ziegenmilchlieferanten" zusammengeschlossen. Es handelt sich um Lieferanten der Leeb Biomilch GmbH. Ziele des Vereins: Verstärkte Zusammenarbeit und Mitgestaltung bei der Milchmengensteuerung. Obmann ist Karl Groiß aus Langschlag.

Die Herausforderungen im Bio-Schaf- und -Ziegenmilchsektor sind vielfältig und erfordern eine gemeinsame Vorgehensweise. Mittlerweile ist nicht nur die erzeugte Menge, sondern auch die Nachfrage nach diesen Produkten im heimischen Handel gestiegen. Um die Qualitätsmilcherzeugung und die biologische Wirtschaftsweise nachhaltig wie auch zukunftsorientiert zu gestalten, haben sich nun 73 Schaf- und Ziegenmilcherzeuger aus Nieder- und Oberösterreich sowie Salzburg zum "Verein zur Förderung der Bio-Schaf- und -Ziegenmilchlieferanten" zusammengeschlossen, heißt es dazu in einer Aussendung.

Gemeinsam mit Leeb Biomilch

Gemeinsam mit der Leeb Biomilch GmbH, Bio Austria und den Landeszuchtverbänden wollen sie verstärkt kooperieren. Bei der gestrigen Gründungsversammlung in der Landwirtschaftskammer (LK) Niederösterreich wurde Karl Groiß aus Langschlag zum Obmann des gemeinnützigen Vereines mit Sitz in der Bezirksbauernkammer Zwettl gewählt. Als ein Ziel formuliert Groiß gegenüber top agrar, dass "wir uns österreichweit mit anderen Schaf- und Ziegenmilcherzeugern kurzschließen, um künftig vielleicht mit einer Stimme für ganz Österreich zu sprechen".

LK-Vizepräsident Otto Auer gratuliert: "Eine starke Partnerschaft zwischen Produzenten, Verarbeitern und Vermarktern ist im Hinblick auf die Veränderungen am Markt und in der Gesellschaft von großer Wichtigkeit."

Ziele des neuen Vereins sind eine gestärkte und koordinierte Zusammenarbeit, die Verbesserung der Kommunikation aller Lieferanten untereinander sowie Mitgestaltungsmöglichkeiten bei der Milchmengensteuerung von Bio-Schaf- und -Ziegenmilch unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit und Regionalentwicklung. Durch entsprechende Betreuung und Weiterbildung sollen alle Vereinsmitglieder und Milchlieferanten zu Botschaftern dieser Produkte werden und so entsprechend zur Förderung von hochwertigen Qualitätserzeugnissen beitragen.

Produktinformation und -präsentation, Absatzförderung und Unterstützung im Marketing durch optimale Identifikation mit den Spezialitäten sind Grundvoraussetzungen für die positive Weiterentwicklung des Bio-Schaf- und Bio-Ziegenmilchsektors.

Daten und Fakten rund um die Schaf- und Ziegenmilch

Die österreichischen Schafhalter haben 2018 rund 12,7 Mio. kg Milch produziert - mehr als 6 Mio. kg davon in Niederösterreich, 3,4 Mio. kg in Oberösterreich, 1,32 Mio. kg in der Steiermark und 0,93 Mio. kg in Tirol. Von der gesamten Schafmilch wurden 7 Mio. kg an Molkereien geliefert, 2,77 Mio. kg wurden direkt vermarktet und 2,74 Mio. kg an Lämmer verfüttert.

Bei der Ziegenmilch betrug die Gesamtproduktionsmenge im Vorjahr mehr als 26,1 Mio. kg. Größter Produzent war Oberösterreich (11,85 Mio. kg), gefolgt von Niederösterreich (6,14 Mio. kg), Tirol (4,8 Mio. kg) und Vorarlberg (1,02 Mio. kg). Insgesamt wurden 17,8 Mio. kg an Molkereien geliefert, 5,02 Mio. kg wurden für die menschliche Ernährung verwendet und 2,9 Mio. kg an Kitze verfüttert.

In Niederösterreich lieferten 57 bäuerliche Tierhalter im Vorjahr insgesamt 8,7 Mio. kg Ziegenmilch an neun private Abnehmer - sieben davon an die Leeb Biomilch GmbH. Außerdem wurden im Berichtszeitraum 3,46 Mio. kg Schafmilch von 70 Bauern ausgeliefert - 17 von diesen an die Leeb Biomilch GmbH.

Artikel geschrieben von

Torsten Altmann

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