Überbewertete Öffentlichkeitsarbeit Premium

Thomas und Maria waren die Kinder einer gut befreundeten Familie. Oft waren sie mit ihren Eltern bei uns auf dem Hof, manchmal blieben sie mehrere Tage und genossen die Abenteuer und die Freiheit.

Vor allem hatten es ihnen die Kälber und Kühe, aber auch die Hühner, Katzen und unser Hund angetan. Sie kamen zwar selber vom Land, aus der niederbayerischen Pampa, hatten aber „nur“ ein Haus mit kleinem Grundstück. Wenigstens waren sie an die Landluft gewöhnt, weil der nächste Nachbar eine Schweinemast betrieb. Das passte auch deshalb...

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Diskussionen zum Artikel

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von Dr. Ludger Schulze-Pals

Liebe Leserinnen und Leser,<br> unsere aktuelle Glosse „Überbewertete Öffentlichkeitsarbeit“ wird von einigen als Kritik an den „landwirtschaftlichen Öffentlichkeitsarbeitern“ verstanden. Das ist ganz und gar nicht unsere Absicht. Eine Glosse ist ein kurzer, pointierter Meinungsbeitrag, der sich von einem Kommentar durch seinen polemischen, satirischen oder feuilletonistischen Charakter unterscheidet. Journalistische Glossen dienen der Unterhaltung und Belustigung der Leserinnen und Leser und sollten immer eindeutig gekennzeichnet sein. Ihre Wirkung hängt davon ab, inwieweit es dem Autor gelingt, die Leser mit Wortspielen, Andeutungen und Übertreibungen zu überzeugen. Das haben wir mit unserer aktuellen Glosse offenbar nicht ausreichend hinbekommen. Keinesfalls wollen wir mit dem Text aber diejenigen herabwürdigen, die für die Landwirtschaft Öffentlichkeitsarbeit leisten. Deren Aktivitäten haben wir schon häufig vorgestellt, als vorbildlich kommentiert und den Wunsch formuliert, dass die Branche noch viel mehr von solchen Aktivitäten bräuchte. Das werden wir auch weiter so halten. <br><br> Herzlichen Dank für Ihr Verständnis, <br><br> Ihr Ludger Schulze Pals, Chefredakteur top agrar

Anmerkung der Redaktion

von Lars Henken

Genau solche Texte....

... sind es, die mich wirklich sauer machen. Ich versuche immer wieder etwas für das Image der Landwirtschaft zu tun. Ich lege Blühstreifen an und einzelne Kollegen, die selber bis an den Weg ran pflügen, posaunen durchs Dorf, wie blöd das doch ist. Andere fahren dann noch mit Traktor und Güllefass den Streifen platt, um ausweichen zu können. Wenn ein Mensch, der auf dem Hof Urlaub gemacht hat Veganer wird, sagt das gar nicht aus. Ich kenne einen Menschen, der als Kind oft auf einem Hof war und nun wiederholt Traktoren und Autos geklaut hat, liegt das an seiner Kindheit auf dem Hof? Ich kenne einen Bauern, der selten duscht, stinken jetzt alle Bauern? Die Verallgemeinerung ist doch genau das, wo gegen wir mit unserer Öffentlichkeitsarbeit kämpfen. Wenn es dann noch von Berufskollegen kommt, tut es doppelt so weh.

von Lars Henken

Genau solche Texte....

... sind es, die mich wirklich sauer machen. Ich versuche immer wieder etwas für das Image der Landwirtschaft zu tun. Ich lege Blühstreifen an und einzelne Kollegen, die selber bis an den Weg ran pflügen, posaunen durchs Dorf, wie blöd das doch ist. Andere fahren dann noch mit Traktor und Güllefass den Streifen platt, um ausweichen zu können. Wenn ein Mensch, der auf dem Hof Urlaub gemacht hat Veganer wird, sagt das gar nicht aus. Ich kenne einen Menschen, der als Kind oft auf einem Hof war und nun wiederholt Traktoren und Autos geklaut hat, liegt das an seiner Kindheit auf dem Hof? Ich kenne einen Bauern, der selten duscht, stinken jetzt alle Bauern? Die Verallgemeinerung ist doch genau das, wo gegen wir mit unserer Öffentlichkeitsarbeit kämpfen. Wenn es dann noch von Berufskollegen kommt, tut es doppelt so weh.

von Michael Reber

Danke für diesen Mist!

Danke für den Schlag ins Gesicht all derer, die sich seit Jahren um ein realistisches Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit bemühen! Nur weil jemand Veganer wird (was Sie ja wohl nur von Dritten wissen), war doch die Öffentlichkeitsarbeit (die in Ihrem Fall aus Urlaub auf dem Bauernhof bestand) nicht umsonst! Wenn wir so schon intern kommunizieren, dann ändert sich was? Nichts!! Dann braucht man sich auch nicht über ein Volksbegehren mehr aufzuregen.

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