das Aktuelle Interview

„Bald wird die Sonne für die Milchbauern wieder scheinen!“ Plus

Von 18 Cent können auch neuseeländische Milchbauern nicht leben. Freihandelsabkommen machen die Märkte stabiler, ist Neuseelands Landwirtschaftsminister Nathan Guy überzeugt.

Wie weit sind die Verhandlungen über das geplante Freihandelsabkommen zwischen Neuseeland und der EU?

Guy: Sie stehen noch ganz am Anfang. Ich hoffe, dass wir um den Jahreswechsel mit den offiziellen Verhandlungen beginnen und diese dann innerhalb von zwei Jahren abschließen können.

Was hätten die neuseeländischen Landwirte von einem solchen Abkommen?

Guy: Vor allem einen besseren Marktzugang in die EU. Wir sind eines von nur sechs WTO-Mitgliedern, das kein Freihandelsabkommen mit der EU hat oder verhandelt. Ein Abkommen würde es neuseeländischen und europäischen Unternehmen erleichtern, miteinander Handel zu treiben.

Dann bekommen die europäischen Bauern also noch zusätzliche Konkurrenz?

Guy: Neuseeland ist nur ein kleiner Player auf dem Weltmarkt. Wir stehen nur für 3% der globalen Milchproduktion und ernähren damit nur rund 40 Mio. Menschen. Derzeit hat neuseeländische Butter in der EU einen Marktanteil von nur 1% bezogen auf den Verbrauch. Bei Käse sind es sogar nur 0,2%.

Wir denken aber weniger an Wettbewerb, sondern mehr an Zusammenarbeit. Es gibt bereits zahlreiche Beispiele für gemeinsame Investitionen und Joint Ventures. Die Molkerei Fonterra kooperiert z.B. intensiv mit Unternehmen in den Niederlanden, in Großbritannien und in Frankreich. Umgekehrt hat die BayWa bei uns in den Obstanbau und -handel investiert. Ein Freihandelsabkommen bietet die Chance,...


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