BMEL legt Details zur Neuordnung der Agrarprämien vor

Drei Prozent Brache, mehr Umweltmaßnahmen und weniger Geld für Großbetriebe. So stellt sich das Landwirtschaftsministerium die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2023 vor.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat Anfang März seinen Vorschlag für die Umsetzung der EU-Agrarreform vorgestellt. Danach müssen ab 2023 alle landwirtschaftlichen Betriebe 3% ihrer Fläche als nichtproduktive Fläche vorhalten, um künftig Agrarzahlungen aus Brüssel zu erhalten. Zwischenfrüchte dürfen dabei, anders als bisher, nicht mehr angerechnet werden. Mit berücksichtigt werden dürfen allerdings Landschaftselemente. In Mooren und Feuchtgebieten soll es zudem keine Umwandlung von Dauergrünland mehr geben. Außerdem soll Grünland mit Hilfe einer Stichtagsregelung seinen Ackerstatus behalten – auch wenn es nicht gepflügt wird.

Als zentrale Neuerung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2023 sollen 20% der Mittel von den Direktzahlungen für Öko-Regelungen (Eco-Schemes) vorgehalten werden. Dafür hat das Ministerium sechs Maßnahmen bestimmt, die bundesweit zur Auswahl stehen sollen:

  • Erhöhung des Umfangs der nichtproduktiven Flächen und Landschaftselemente über 3% der Fläche hinaus.5

  • Anlage von Blühstreifen, Blühinseln oder Altgrasstreifen, um die Biodiversität zu erhöhen.6

  • Anbau...