Reportage

Den Kreislauf geöffnet Plus

Gyso von Bonins Demeter-Betrieb wirtschaftet durchgängig besonders nachhaltig. Über eine Futter-Mist-Kooperation konnte er seine Erträge deutlich steigern, ohne an Nachhaltigkeit einzubüßen.

Im Ökolandbau denkt und arbeitet man in Kreisläufen. Das gilt besonders für Demeter-Betriebe. Der Verband schreibt ausdrücklich die Haltung von Nutztieren vor, um einen geschlossenen Nährstoffkreislauf sicherzustellen. Gyso von Bonin lebt diesen Kreislaufgedanken auf seinem Betrieb Gut Körtlinghausen bei Rüthen am Rande des Sauerlands bereits seit über 35 Jahren.

Nur eigener Mist und Kleegras

Den Nährstoffbedarf seiner 217 ha Acker- und Grünlandflächen deckte er lange Zeit nahezu komplett über die Stickstofffixierung verschiedener Leguminosen und den etwa 600 t Stallmist seiner 60 Milchkühe. „Wir haben einen nahezu geschlossenen Stoffkreislauf. Bis auf das Saatgut kommt fast nichts in den Betrieb rein und es geht nur wenig raus, bis auf Milch, etwas Fleisch und das verkaufte Getreide. Das ist unsere Grundidee“, erklärt von Bonin. Aufgrund der selbst für Biobetriebe sehr geringen Tier-Besatzdichte von 0,5 GV/ha ist die verfügbare Düngermenge für die Flächen entsprechend niedrig. Der in der Studie gemessene N-Eintrag von 118 kg/ha liegt deutlich unter dem Durchschnitt der beteiligten Biobetriebe (157 kg/ha).

Das macht das Gut Körtlinghausen in Bezug auf potenzielle N-Verluste absolut vorbildlich. „Von unseren N-Bilanzen träumt die Wasserwirtschaft“, sagt von Bonin. Zudem ist er überzeugt, dass die knappe Nährstoffzufuhr seinen Pflanzenbau extrem effizient macht, da die Kulturen alle verfügbaren Nährstoffe nahezu vollständig nutzen.

Die Kehrseite dieses Low-Input-Ansatzes: Die Gehalte für zentrale Nährstoffe, wie Kalium und vor allem für Phosphor, sind auf vielen Flächen zum Teil...

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