Gemeinsam gegen das Hochwasser

Die Flut hat viele Landwirte und Winzer hart getroffen. Wir werfen einen Blick auf die Situation der Betroffenen und Helfer vor Ort.

Vermisste, Tote, Verletzte, überflutete Felder und Dörfer, verwüstete Landstriche: Das Ausmaß der Starkniederschläge im Westen und Süden Deutschlands hat alle Befürchtungen überschritten. In den Regionen von der Eifel (Rheinland-Pfalz) über das Rheinland und das Ruhrgebiet bis nach Südwestfalen (NRW) haben die Wassermassen enorme Schäden angerichtet. Auch Bayern, Sachsen und Thüringen sind in Teilen betroffen. Am stärksten traf es die Regionen im Landkreis Ahrweiler. Hier fielen binnen 24 Stunden örtlich bis zu 150 l Regen pro Quadratmeter. „Das Wasser stieg innerhalb einer Dreiviertelstunde um 10 m und war nach drei Stunden wieder verschwunden. Zurück blieb eine Schneise der Verwüstung“, so Landwirt Matthias Jünck (siehe Seite 30), der als einer von vielen Freiwilligen seit Beginn an vor Ort hilft.

Höfe und Felder betroffen

Der Starkregen traf landwirtschaftliche Betriebe zum Teil existenziell, Flächen und Ställe wurden geflutet, Feldwege geschädigt. Rund 15000 ha Fläche waren nach Schätzung der Landwirtschaftskammer allein in NRW überschwemmt, in Rheinland-Pfalz ist die Lage noch unübersichtlich. „Durch die Dürren der vergangenen Sommer sind die Futtervorräte äußert knapp. Eine gute Grünlandernte wäre dringend erforderlich“, so Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes. Insbesondere auf den tiefer gelegenen...