Kleiner Krokus, teure Blüte Premium

Safran ist eine spannende Kultur für Nebenerwerbsbetriebe mit knapper Fläche, wie zwei Landwirts-paare aus Franken und Schwaben belegen. Sie haben sehr unterschiedliche Anbaustrategien.

Am Anfang stand ein viertel Hektar Land und der Wunsch nach einer Kultur, die keine ständige Anwesenheit erfordert: Der gebürtige Franzose Jean-Frédéric und die Fränkin Christina Waldmeyer begannen 2012 mit dem Safrananbau, als sie die Fläche bei Feuchtwangen geerbt hatten. Sie versprachen sich eine hohe Wertschöpfung auf knappem Boden und ein Zug-pferd für die Direktvermarktung.

Die Knollen steckt man im ersten Anbaujahr im Hochsommer. Bei ausreichend Regen kommen dann schon nach vier bis fünf Wochen die ersten Blüten zum Vorschein. Ohne Regen verzögert sich die Ernte und der Ertrag sinkt.

Ernte bei Sonne oder Schnee.

Die Blüten sind daher manchmal schon Ende September, manchmal erst Anfang November erntereif.

„Wir haben schon bei Sommerwetter und bei Schneesturm geerntet“, berichtet Christina Waldmeyer. Nach der Ernte wachsen die grasartigen Blätter weiter und sind bis Ende April sichtbar. Im Sommer befinden sie sich in einer Ruhephase. Sie liefern über mehrere Jahre Ertrag.

Im ersten Anbaujahr investierten die Waldmeyers je 20 ct/Knolle in 50000 Stück, insgesamt also ca. 10000 €. Im Gegenzug bekamen sie von ihrem französischen Händler viel Hilfestellung.

Idealerweise sollte die Safranknolle ca. 15 cm tief im Boden stecken. Dann hält sie Temperaturen bis zu -15°C aus.Beim ersten Anbau zogen die Franken die Furche mit einem kleinen Schlepper. Die Knollen steckten sie schließlich von Hand.

Die Fläche ist ganzjährig natürlich begrünt und wird lediglich zwei- bis dreimal gemulcht. Durch die sommerliche Ruhephase sind die anderen Gräser und Kräuter keine direkten Konkurrenten zum...

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