Kokos- und Palmöl in Milchaustauschern verbieten? Plus

Milchaustauscher für Kälber enthalten häufig Palm- und Kokosöl aus Übersee. Kritiker fordern ein „Reinheitsgebot für Kälbermilch“. Nicht zuletzt, um den Milchmarkt zu entlasten.

PRO

KONTRA

Nach Informationen des Verbandes der europäischen Futtermittelhersteller (FEFAC) wurden im Jahr 2015 in der EU insgesamt etwa 1,2 Mio. t Milchaustauscher hergestellt.

Der überwiegende Anteil der Fettbestandteile wird dabei mit Palmöl abgedeckt, in geringerem Umfang mit Kokosöl. Eine grobe Umrechnung dieser Zahlen ergibt für das Jahr 2015 einen Bedarf an pflanzlichem Fett von ca. 200000 t für die Herstellung von Milchaustauschern in der gesamten EU.

Der Milchmarkt befindet sich gegenwärtig in einem großen Ungleichgewicht: Die Anlieferung ist nach wie vor hoch, wir haben viel Pulver im Lager und die Nachfrage könnte stärker sein. Wäre es in einer solchen Situation nicht sinnvoll, pflanzliche Öle aus Übersee oder aus den Tropen im Milchaustauscher durch Milchfett zu ersetzen? Zumal die nicht nachhaltigen Anbaubedingungen in diesen Ländern vielfach in der öffentlichen Kritik stehen. Oder noch besser, die Kälber direkt mit Kuhmilch zu füttern?

Kurzum: In einer Gesamtbetrachtung ist es irrational, dass einerseits die Milchbauern...


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