Kurzumtriebsplantagen richtig bewerten Premium

Langsam erobern Kurzumtriebsplantagen die landwirtschaftlichen Flächen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese in Ihrer Bilanz aktivieren.

Bei den Kurzumtriebsplantagen (KUP) stehen Baumarten mit besonders hoher Stockausschlagfähigkeit und großen Wachstumsgeschwindigkeiten im Mittelpunkt. Insbesondere Pappeln und Weiden sind beliebte Hölzer. Denn aufgrund ihrer kurzen Umtriebszeiten von drei bis fünf Jahren können Sie den Holzbestand über einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren mehrmals ernten und die erzeugte Biomasse, meist als Holzhackschnitzel, für die Energiegewinnung in Form von Wärme oder Strom nutzen. Der Zuwachs der Hölzer beläuft sich in Abhängigkeit vom Standort sowie der Standzeit und Baumart auf circa 8 bis 12 t absoluter Trockenmasse (atro) pro Jahr und Hektar. Nutzen auch Sie Kurzumtriebsplantagen, müssen Sie diese richtig in Ihrer Bilanz aktivieren, damit Sie keinen Ärger mit dem Fiskus riskieren:

1. Aufwuchs aktivieren

Bei einer jährlichen Fruchtfolge, wie Weizen oder Mais, können Sie von Vereinfachungsregelungen Gebrauch machen und entscheiden, ob Sie den Wert des Aufwuchses in Ihrer Bilanz aktivieren oder nicht. Bei einer einmaligen Aktivierung sind Sie hieran auch in den Folgejahren gebunden. In der Regel sind in dem Feldinventar erhebliche stille Reserven vorhanden, sodass die meisten Landwirte darauf verzichten, ihr Feldinventar zu aktivieren.

Für die meisten Landwirte gilt ein vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr (1. Juli bis 30. Juni). Somit fallen Herstellungskosten für Früchte an, deren Ernte erst im nächsten Wirtschaftsjahr ansteht. Sie dürfen dann die Ausgaben zum Beispiel für die Saat auch erst in dem Wirtschaftsjahr absetzen, in dem die Ernte anfällt. Wenn Sie hingegen auf die Aktivierung verzichten, dürfen Sie die Ausgaben für die Aussaat sofort als Betriebsausgabe in dem Jahr steuerlich geltend machen, in dem sie auch angefallen sind. Der „Aufbau“ und die Ernte von Feldinventar fallen somit in zwei verschiedene Wirtschaftsjahre.

Pflanzen Sie mehrjährige Kulturen oder Dauerkulturen, haben Sie diese Wahlmöglichkeit nicht. Da KUP zu den Dauerkulturen zählen, sind Sie rechtlich verpflichtet, diese in Ihrer Bilanz zu aktivieren....

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