Langer Schnabel, große Probleme?

Seit Anfang 2017 gibt es keine Junghennen mit gekürzten Schnäbeln mehr zu kaufen. Ist Federpicken und Kannibalismus nun überhaupt noch in den Griff zu bekommen? Ein zweijähriges Beratungsprojekt der Landsiedlung gibt erste Antworten.

Die Bedenken unter den Legehennenhaltern waren groß, als sie die ersten Tiere mit ungekürzten Schnäbeln aufstallen mussten. Denn es war kaum abzusehen, welche Auswirkungen und Herausforderungen die unkupierten Schnäbel bringen würden.

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg initiierte deshalb ein Beratungsprojekt zur Haltung von Legehennen mit ungekürzten Schnäbeln. Dieses bei der Landsiedlung Baden-Württemberg angesiedelte Projekt wurde von René Roux und Christian Weik betreut und brachte folgende Erkenntnisse für Legehennenhalter:

1) Warnsignale beachten:

Fehlende Federn in der Einstreu, ein schneller Anstieg blutverschmierter Eier und unvollständiges Gefieder der Tiere sind Warnzeichen für Federpicken, Federfressen und Kannibalismus. Die Verhaltensstörungen sind häufig fehlgeleitetes Futtersuche- und aufnahmeverhalten. Da Hühner durch Beobachten und Nachahmen lernen, kann sich das Federpicken rasch auf die gesamte Herde ausbreiten. Hat die Herde das Verhalten gelernt, bekommt man es als Halter nicht wieder weg.

2) Abstimmen mit Aufzüchter:

Kommen die Junghennen aus einem Stall, in dem viel Beschäftigungsmaterial geboten ist, wird es den Tieren in einem „reizarmen“ Stall langweilig. Durch Austausch mit dem Aufzüchter kann der Halter sicherstellen, dass...

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