Lockdown-Frust statt Urlaubs-Lust

Für viele landwirtschaftliche Betriebe ist der Landtourismus in den letzten Jahren zu einem wichtigen Standbein geworden. Der Corona-Lockdown trifft die Ferienhöfe nun besonders heftig. Und die staatlichen Hilfen kommen nur schleppend an.

Auch der Landtourismus bleibt vom Beherbergungsverbot nicht verschont. Die Bundesregierung hat den vom Lockdown betroffenen Branchen zwar umfangreiche Finanzhilfen versprochen. Doch vor allem Betreiber von Ferienbauernhöfen profitieren kaum von den Hilfen: Zum einen ist das Hilfspaket nicht auf landwirtschaftliche Betriebe zugeschnitten, zum anderen muss der Gesamtbetrieb einen bestimmten Umsatzrückgang im Vergleich zu dem Vorjahr nachweisen.

Pro Betrieb fehlen 33000 €

Der Ferienbetrieb ist für viele aber nur ein Zuerwerb. Die Umsätze sind gemessen an den Einnahmen aus der herkömmlichen Landwirtschaft vergleichsweise gering. Daher scheitern viele Landwirte an dieser Grenze. Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus (BAG) schätzt die Einbußen der Branche seit Beginn der Pandemie auf knapp 330 Mio. €, 140000 Betten stehen leer. Durchschnittlich fehlen seit Pandemiebeginn pro Betrieb gut 33000 € Umsatz, wobei die...