Mitarbeiter: Was im Krankheitsfall gilt Premium

Im Winter haben Erkrankungen Saison. Gut, wenn sich Landwirte als Arbeitgeber mit den Details von Arbeitsunfähigkeit und Lohnfortzahlung auskennen.

Erkrankt ein Mitarbeiter, muss der Arbeitgeber Lohnfortzahlung leisten. Soweit, so klar. Aber,

  • was ist z.B., wenn der Mitarbeiter neu im Betrieb ist oder wiederholt erkrankt?
  • wie hoch muss die Lohnfortzahlung sein, wenn die regelmäßige Arbeitszeit des Mitarbeiters schwankt oder er Überstunden vergütet bekommt?
  • ist es richtig, dass der Arbeitgeber eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) schon vom ersten Krankheitstag an verlangen kann?

Im Alltag stellen sich solche und ähnliche Fragen immer wieder.

Ab wann Lohnfortzahlung?

Erkrankt ein Mitarbeiter oder fällt er wegen eines Unfalls aus, muss der Arbeitgeber ihm für sechs Wochen, also 42 Kalendertage, weiterhin seine Vergütung als Lohnfortzahlung zahlen. Zu den 42 Tagen zählen dabei auch alle arbeitsfreien Tage, wie Sonn- und Feiertage sowie sonstige arbeitsfreie Tage.

Hat ein Mitarbeiter seinen Job erst vor Kurzem angetreten, muss der Arbeitgeber erst Lohnfortzahlung leisten, nachdem das Arbeitsverhältnis ununterbrochen vier Wochen bestanden hat. In den ersten vier Wochen hat der Mitarbeiter lediglich einen Anspruch auf Krankengeld von der Krankenversicherung. Tritt die Erkrankung während der ersten vier Wochen des Arbeitsverhältnisses auf und dauert sie über die ersten vier Wochen hinaus an, so hat der Mitarbeiter nach vier Wochen im Job einen Lohnfortzahlungsanspruch für maximal sechs Wochen.

Die Sechs-Wochen-Frist beginnt immer am ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit, wenn die Arbeitsunfähigkeit schon vor Arbeitsbeginn vorlag und der Mitarbeiter wegen Krankheit gar nicht zur Arbeit gekommen ist. Kommt der Mitarbeiter erst zur Arbeit und muss z.B. nach zwei Stunden wegen Krankheit nach Hause gehen, beginnt die Sechs-Wochen-Frist grundsätzlich am Tag nach Beginn der...

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