Reportage

„Nur so konnten wir bauen“

Landwirt Hemme betreibt seit Anfang Oktober die deutschlandweit erste Ansäuerungsanlage im Stall. Die Genehmigung für den Stallneubau hätte er ohne diese nicht bekommen.

Heinz-Hermann Hemme hat keine Angst vor großen Schritten. Das sieht man sofort, blickt man sich auf dem Hofgelände im niedersächsischen Walle um: Dort stehen 840 Kühe in zwei Laufställen, der neuere gerade erst fertiggestellt. Mit Nachzucht kommt Hemme auf rund 1480 Rinder.

Die Färsen stehen in Altgebäuden. Aber auch ein neuer Jungviehstall mit 460 Plätzen ist fast fertig: „Das war ursprünglich der Grund für den jetzigen Schritt von 430 auf 865 Kühe: Wir wollten einen neuen Stall für unser Jungvieh. Aber der allein rechnet sich nicht. Dafür braucht man mehr Kühe“, erinnert sich Milchviehhalter Hemme. Daher beantragte er einen neuen Jungvieh-, einen weiteren Milchviehstall, eine Kälberplatte für mehr Iglus und ein weiteres Gärrestlager für die Biogasanlage, in der er seine Gülle vergärt.

Schon der vorherige Schritt von 140 auf 430 Kühe war schwierig zu realisieren. Um an die Genehmigung des jetzt alten Laufstalls zu kommen, musste er ihn statt am Betriebsstandort, der an der Straße und nahe einer Wohnbebauung liegt, einige 100 m entfernt bauen. Auch der...