Schuldzinsen-Abzug: Schon wieder alles anders! Plus

Rein in die Kartoffeln raus aus den Kartoffeln!Das scheint das Motto der rot-grünen Steuerpolitik zu sein.Neuestes Beispiel:Die steuerliche Abziehbarkeit von Schuldzinsen. Mit der Steuerreform 99 kam es hier zum großen Kahlschlag .Eigentlich sollten nur die sogenannten Zwei-bzw.DreiKontenmodelle abgeschafft werden. Doch damit ließ es die rot-grüne Koalition nicht bewenden.Vielmehr beschränkte sie gleich den steuerlichen Schuldzinsen-Abzug für alle Betriebe.Die Folge: Selbst viele Schuldzinsen,die eigentlich betrieblich veranlasst waren,konnten plötzlich steuerlich nicht mehr abgesetzt werden (siehe top agrar 5/1999,Seite 33). Inzwischen ist klar:Die neuen Vorschriften haben sich als Flop erwiesen.Sie waren absolut unpraktikabel und vermutlich sogar verfassungswidrig.Deshalb hat der Deutsche Bundestag kurz vor Weihnachten die alte Regelung gekippt und den steuerlichen Schuldzinsen-Abzug wieder völlig neu geregelt. Danach bleibt der steuerliche Schuldzinsen-Abzug zwar auch künftig eingeschränkt.Die Neuregelung ist jedoch für die meisten Betriebe erheblich günstiger als die alte Methode.Der Anteil der Schuldzinsen,der dem Privatbereich zugerechnet wird und deshalb steuerlich nicht abzugsfähig ist,fällt künftig deutlich geringer aus. Saldo mit 6 %verzinst Das Grundprinzip der neuen Regelung lautet wie folgt:Solange in einem Betrieb die (privaten)Entnahmen nicht höher sind als der Gewinn zuzüglich der (priva-ten)Einlagen,sind sämtliche Schuldzinsen,die auf dem laufenden Betriebskonto anfallen,steuerlich abzugsfähig. Das heißt:In diesem Fall werden sämtliche Schuldzinsen dem betrieblichen Bereich zugerechnet.Es entsteht kein privater Schuldzinsen-Anteil,der steuerlich nicht abzugsfähig wäre.Dies gilt ausdrücklich auch bei sogenannten gemischten Konten,über die nicht nur betriebliche,sondern auch private Einzahlungen und Ausgaben abgewickelt werden. Damit bei dieser...


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