Was hilft gegen Klimastress?

Wetterkapriolen können Betriebe in den finanziellen Ruin treiben. Immer wichtiger wird daher eine funktionierende Risikovorsorge.

Die Trockenheit im Jahr 2018 ließ die Erträge dahinschmelzen – und mit ihnen auch die Betriebsergebnisse. „In einem solchen Extremjahr sind Ad-hoc-Hilfen, wie wir sie im vergangenen Jahr geleistet haben, sinnvoll“, erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) in ihrem Impulsreferat auf der kürzlich in Berlin stattgefundenen top agrar-Veranstaltung „Landwirtschaft im Dialog“. Das Ziel des 340 Mio. €-Hilfsprogramms sei es gewesen, den durch die Dürre in der Existenz gefährdeten Betrieben einen Teilausgleich zu zahlen. Dass dies offensichtlich erfolgreich war, zeigten die fast 9500 Anträge mit einem Volumen von 393 Mio. €.

Allerdings – so Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatssekretär des BMEL – verlief die Abwicklung in einigen Bundesländern viel zu langsam. Obwohl der Bund die Mittel im vorherigen Jahr zügig zur Verfügung gestellt habe, kam das Geld oft erst sehr spät bei den Betrieben an.

Weil die Soforthilfen immer wieder gesellschaftliche Kritik auslösen und für die Bauern viel Bürokratie bedeuten, sollten sie eine Ausnahme bleiben. Darüber waren sich die Podiumsteilnehmer einig. Doch wie sieht ein optimales Risikomanagement aus?

Versicherungen als Lösung?

Möglich ist es, sich mit Versicherungen gegen Wetterrisiken zu wappnen. „Weil das Risikobewusstsein stetig wächst, sind bundesweit mittlerweile rund 1 Mio. ha gegen die Gefahren Sturm, Starkregen und Starkfrost versichert“, erklärte Dr. Rainer Langner, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Hagel. „Die Nachfrage wächst momentan enorm“.

Eine große Lücke klafft jedoch bei der Gefahr Dürre. Es gibt zwar Versicherungsprodukte, wegen des riesigen Schadpotenzials sind diese zurzeit aber sehr teuer. Daher liegt die gegen Dürre versicherte Fläche unter 50000 ha.

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