Wer den Schaden hat... Plus

...muss sich auch um die Steuern sorgen. Denn Entschädigungen für z.B. den Bau von Strommasten auf Ihrem Grundstück müssen Sie versteuern. Mit ein paar Tricks können Sie Ihre Steuerlast senken.

Unser Autor

Rechtsanwalt Christian Klüter, LBH-Steuerberatungsgesellschaft mbH, Friedrichsdorf/Taunus

Rechtsanwalt Christian Klüter, LBH-Steuerberatungsgesellschaft mbH, Friedrichsdorf/Taunus

Rechtsanwalt Christian Klüter, LBH-Steuerberatungsgesellschaft mbH, Friedrichsdorf/Taunus

Früher oder später trifft es jeden: Auf den eigenen bzw. gepachteten Flächen werden Stromleitungen verlegt, Glasfaserkabel im Boden vergraben, Straßen gebaut oder zum Beispiel Masten für den Ausbau des 5G-Netzes errichtet. Dafür erhalten Sie zwar eine Entschädigung, die müssen Sie allerdings fast immer versteuern.

Wie viel Einkommensteuer Ihnen das Finanzamt aufbrummt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Rechtslage ist kompliziert und sorgt regelmäßig für Streit. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Muss die Entschädigung sofort versteuert werden, also in dem Jahr, in dem Sie das Geld erhalten haben? Oder dürfen Sie die Summe auf mehrere Jahre verteilen?

Das Finanzamt drängt oft auf eine Sofortversteuerung, die allerdings meistens zu Ihren Lasten geht. Schließlich steigt Ihre Steuerlast überproportional mit der zu versteuernden Summe (Stichwort Steuerprogression). Wer das Geld gleichmäßig auf mehrere Jahre verteilen darf, fährt damit meistens besser.

Das Wofür entscheidet

Welche Methode Sie anwenden dürfen, hängt davon ab, wofür Sie die Entschädigung erhalten haben. Das Finanzamt unterscheidet zwischen drei Gruppen:

  • Wertminderungen: Zahlungen für den Wertverlust von Flächen.12

  • Nutzungsüberlassungen: Entschädigungen für die Erlaubnis, ein Grundstück für eine bestimmte Zeit benutzen zu dürfen.13

  • Sonstige Entschädigungen: Hierzu zählen zum Beispiel Ausgleichszahlungen für Aufwuchsschäden, Wirtschaftserschwernisse oder bspw. für vorzeitige Auflösung des Pachtvertrages.14

Innerhalb der Gruppen wiederum kommt es auch noch darauf an ob Sie,

  • buchführungspflichtig sind,
  • eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung erstellen oder
  • als 13a-Landwirt Ihren Gewinn ermitteln.

Anhand von Beispielen erklären wir Ihnen die Unterschiede und wie Sie Ihre Steuerlast möglichst niedrig halten. Beachten Sie aber:

  • Die Regeln betreffen Entschädigungen für Flächen im Betriebsvermögen. Für Privatgrundstücke gibt es Ausnahmen. Lesen Sie dazu auch „Privatvermögen“ auf...


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