Wie den Betriebs-Pkw versteuern? Plus

Ein Fahrtenbuch ist aufwendig, die 1%-Regel oft ungerecht: Um vor allem für ältere Betriebs-Pkw die günstigste Lösung zu finden, lohnt es sich, Alternativen durchzurechnen.

Klar: Wer für den Betrieb Auto fährt, möchte die Kosten dafür steuerlich absetzen. Was einfach klingt, ist in der Praxis aber kompliziert. Denn das Finanzamt lässt die Kosten für Betriebs-Pkw selten komplett als Betriebsausgaben gelten, ein Privatanteil ist in der Regel immer herauszurechnen. Dass die Kosten eines Autos zu 100% Betriebsausgaben sind, ist die absolute Ausnahme.

Doch wie trennt man die Kosten für private und betriebliche Nutzung? Am gerechtesten funktioniert das über ein Fahrtenbuch. Zeigen die Aufzeichnungen nach einem Jahr z.B. einen betrieblichen Kilometeranteil von 65%, können Sie auch 65% der Kosten von der Steuer absetzen, der Rest ist privat. Aber: Ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch umfasst Datum, Zweck, Fahrer, Kilometerstand bei Beginn und Ende der Fahrt sowie die gefahrenen Kilometer für jede (!) betriebliche und private Fahrt. Obwohl es auch hilfreiche digitale Fahrtenbücher gibt, ist das kontinuierliche Aufzeichnen nicht jedermanns Sache.

Weil das so ist, greift die Finanzverwaltung auf pauschale Werte und Schätzungen zurück, um die privaten Nutzungsanteile festzulegen. Das Pro-blem dabei: Teilweise kommt man mit den pauschalen Werten auf überhöhte Privatanteile, so zum Beispiel mit der 1%- oder auch Listenpreis-Regel im Fall von älteren Gebrauchtwagen. Jedoch: Mit welcher Methode Sie den Privatanteil ansetzen, können Sie zum Teil selbst beeinflussen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei, ob und wie der Pkw dem Betriebsvermögen...

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