Wie Sie Ihren Betrieb geschickt umstrukturieren

Es gibt verschiedene Lösungen, um einer Zwangsrekrutierung in die Regelbesteuerung zu entkommen. Alle Methoden haben Vor- und Nachteile. Ein Überblick.

Wer sein Recht auf Pauschalieren nicht verlieren will, ist nicht chancenlos und hat verschiedene Optionen:

  • den Betrieb teilen bzw. Teile des Hofes in eine Gesellschaft ausgliedern,4

  • eine Bruchteilsgemeinschaft oder5

  • eine 51a-Gesellschaft gründen.6

1. Betriebsteilung

Betriebsteilungen sind in der Landwirtschaft nicht unüblich – sei es, um Förder- und baurechtliche Grenzen einzuhalten oder dem Betriebsnachfolger einen Teil des Hofes zu übertragen. Künftig kann das Modell auch helfen, die Umsatzgrenzen einzuhalten. Dazu zwei Beispiele:

  • Ackerbau und Mast: Vater und Sohn bewirtschaften bislang einen 120 ha großen Ackerbaubetrieb mit Schweinemast als Gemeinschaft bürgerlichen Rechts (zwei Ställe à 800 Mastplätze, 4600 Mastschweine). Mit dem Ackerbau erzielen beide 180000 € Umsatz, in der Schweinemast sind es 710000 €. Beide teilen daher den Betrieb auf: der Sohn bekommt 50 ha mit 800 Mastplätzen und der Vater 70 ha mit 800 Mastplätzen. Beide Höfe erzielen so weniger als 600000 € Umsatz, die Pauschalierung bleibt erhalten.
  • Sonderkulturen: Landwirt Reinhard Schröder baut auf 200 ha Weizen, Raps und Zuckerrüben an. Außerdem verkauft er Spargel, den er auf weiteren 25 ha großzieht. Die Umsätze aus dem Ackerbau belaufen sich auf 300000 €, die des Spargelanbaues auf 375000 €. Gesamtumsatz: 675000 €. Ab 2022 muss er somit die Regelbesteuerung...


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