Wir brauchen neue Märkte!

Geflügelfleisch wird in Deutschland immer beliebter. Davon haben die Hähnchenmäster in den vergangenen Jahren profitiert. Doch inzwischen wächst das Angebot schneller als die Nachfrage.

In kaum einem Markt ist so viel Musik wie beim Geflügelfleisch. Denn nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa und auch weltweit verzehren die Menschen von Jahr zu Jahr immer mehr Hähnchen, Pute usw. Jedes Jahr essen die Deutschen etwa 4 % mehr Geflügelfleisch – und das bei einem Selbstversorgungsgrad von unter 100 %.

Kein Wunder also, dass große Geflügelverarbeiter nach wie vor Landwirte suchen (und finden), die die Hähchenmast ausbauen oder neu einsteigen wollen. Inzwischen hat der massive Ausbau der Mast- und Schlachtkapazitäten in Deutschland jedoch den jährlichen Nachfrageanstieg überholt. 2009 ist der Selbstversorgungsgrad bei Hähnchenfleisch erstmals auf über 100 % gestiegen und Deutschland ist zum Netto-Exporteur geworden.

Trotzdem spricht einiges dafür, dass deutsches Geflügelfleisch auch künftig im In- und Ausland begehrt sein wird. Das gilt besonders für Hähnchenfleisch.

Immer mehr Hähnchen auf dem Teller

Wie stark Geflügelfleisch in Deutschland in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat, zeigen folgende Punkte:

Von 1990 bis 2008 ist der Geflügelfleisch-Verbrauch bei uns von gut 11 auf knapp 19 kg pro Kopf und Jahr gestiegen. Davon waren über 11 kg Hähnchen- und 6 kg Putenfleisch. Im gleichen Zeitraum stagnierte der Schweinefleisch-Verzehr. Der Rindfleischverbrauch ging sogar zurück.

Der Trend zu mehr Geflügel ist ungebrochen. Auch im laufenden Jahr wird der Verbrauch um rund 4 % zunehmen.

Zurzeit verzehren die Deutschen damit etwa 1,5-mal mehr Geflügel- als Rindfleisch. Trotz dieser deutlichen Zuwächse essen wir im EU-Vergleich aber immer noch wenig Geflügelfleisch (siehe Übersicht 1). Unser pro Kopf-Verbrauch liegt rund 4 kg unter dem EU-Schnitt (23 kg pro Jahr). Spitzenreiter sind die Iren mit über 32 kg gefolgt von Portugal und Spanien mit ebenfalls mehr als 30 kg. Auch bei den Briten (27,7 kg) und Franzosen (24,5 kg)...

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