20 % Ökolandbau im Jahr 2030: Bioland warnt vor Scheitern der Ziele

Die Politik sollte das Interesse der Landwirte am Ökolandbau als Angebot und Chance in der Krise verstehen. Bioland fordert die Regierung daher auf, den Biolandbau stärker zu unterstützen.

Die Politik sollte das Interesse der Landwirte am Ökolandbau als Angebot und Chance in der Krise verstehen. Bioland fordert die Regierung daher auf, den Biolandbau stärker zu unterstützen. Nur mit einer stimmigen Politik könne die Bundesregierung ihr Ziel von 20 % Bioanbaufläche in Deutschland in den kommenden Jahren erreichen, hieß es am Montag auf der Bundesdelegiertenversammlung von Bioland in Fulda.

Ehrengast war Agrar-Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth. Vor rund 130 delegierten Bioland-Landwirten drückte sie ihre Hoffnung aus, dass das Jahr 2017 ein gutes Bio-Jahr werde, ganz im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie mit dem Ziel 20 Prozent ökologischer Landbau. Bioland-Präsident Jan Plagge forderte unterdessen bessere Rahmenbedingungen, die das große Umstellungsinteresse nutzen und den Ausbau des Biolandbaus fördern.

Landwirtschaftsminister Christian Schmidt stellt kommenden Februar seine „Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau“ vor. Bioland erwartet, dass darin verbindliche Maßnahmen festgelegt werden, die 20 Prozent Bioanbaufläche bis spätestens zum Jahr 2030 ermöglichen und die Finanzierung sicherstellen.

Bioland fordert:

  • Die Honorierung des Biolandbaus über die Agrarumweltprogramme bis 2020 sicherstellen
  • Mittel für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Biobereich von 1,5 auf 20 Prozent anheben.
  • Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) von 17 auf 60 Mio. Euro aufstocken.
  • Fördermittel nur für Investitionen in besonders artgerechte Stallsysteme auszahlen
  • Düngemittelverordnung so überarbeiten, dass sie den Biolandbau als Partner des Gewässerschutzes unterstützt und nicht behindert.
  • Gentechnikgesetz für nationale Anbauverbote rechtssicher umbauen.
  • Gesetzlicher Schutz vor Abdrift aus der konventionellen Landwirtschaft.
  • Einführung einer Abgabe auf Pflanzenschutzmittel und mineralische Stickstoffdünger.

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