Vechta

AEF: "Neue Düngeverordnung wichtiger Baustein für Gesellschaftsvertrag"

Für das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland kann die neue Düngeverordnung ein Teil des notwendigen Gesellschafftsvertrag sein, wenn die Mängel behoben sind.

Die Ende März vom Bundesrat beschlossene Düngeverordnung kann ein Baustein für einen Gesellschaftsvertrag für eine zukunftsfähige Landwirtschaft in Deutschland sein. Davon ist der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (AEF), Uwe Bartels, überzeugt.

Die fachlichen Mängel der Verordnung müssten jedoch dazu noch in den nächsten drei Monaten behoben werden. "Der Konsens ist dringender denn je. Ich kann allen Beteiligten nur empfehlen, sich unverzüglich konstruktiv an der inhaltlichen Ausarbeitung der bundeseinheitlichen Verwaltungsvorschrift des Bundes zu beteiligen, die in den nächsten drei Monaten den Ländern im Ergebnis vorliegen muss. Darin werden die von den Ländern im Bundesratsverfahren durchgesetzten Regelungen sowie die Zusagen der Bundesregierung für die Ausweisung der Roten Gebiete festgelegt. So zum Beispiel die bundesweit verpflichtende Binnendifferenzierung anhand von Emissionsdaten und damit eine verursacherbezogene Ausweisung der besonders mit Nitrat und Phosphat belasteten Gebiete", erklärte Bartels am Freitag.

Mit diesen neuen Eckdaten müssten dann die Bundesländer ihre bereits festgelegten Roten Gebiete überprüfen und neu festlegen. In Ergänzung dazu käme die in Niedersachsen bereits laufende Überprüfung des Messstellennetzes. Diese Erkenntnisse sollen bei der Nachjustierung der Roten Gebiete berücksichtigt werden.

Auch diese in Zuständigkeit der Länder liegenden Arbeitsschritte sollten aufmerksam und konstruktiv von den Landwirten begleitet werden, meint der AEF-Vorsitzende.


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Diskussionen zum Artikel

von Andreas Gerner

Die ... Düngeverordnung kann also ein Teil des ... sein, wenn die Mängel behoben sind.

Was bleibt denn von der Düngeverordnung, wenn die Mängel behoben wurden? Nichts !

von Wilhelm Grimm

.....in 3 Monaten sollen die Mängel behoben sein ?

Wenn aus der Landwirtschaft kein massiver Druck aufgebaut wird, bleiben die Mängel noch 300 Jahre !

von Christian Bothe

Gesellschaftsvertrag?

Ein Unwort des Jahres und vollkommen überflüssig auch wenn kluge Geister das anders sehen. Welche Branche der Volkswirtschaft hat so etwas im Portfolio??

von Michael Hanewinkel

Wir produzieren für die Gesellschaft

Bei aller berechtigten oder auch unberechtigten Kritik an der DüVo. Ein bisschen Selbstkritik schadet uns Landwirten nicht. Es gibt nun mal ein Stickstoffüberschuss in Deutschland und das ist seit Jahrzehnten bekannt. Von ALLEN Lobbyisten wurde kräftig daran gearbeitet, das Problem zu ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Wenn der Gesellschaftsvertrag unsinnige Vorgaben beinhaltet, scheitert dieser!

Wer schreibt einer Branche so etwas vor? Wir kämpfen mehr oder weniger um das nackte Überleben, wer will darüber entscheiden, das ich meinen Betrieb aufgeben muss, und zum Beispiel die Flächen in den Naturschutz oder der Energieproduktion geben soll! Gehts noch? Wer es noch nicht ... mehr anzeigen

von Albert Maier

Hoffentlich wird...

...es nie einen Gesellschaftsvertrag geben! Denn dies bedeutet am Ende des Tages eine Vergesellschaftung der "freien Landwirtschaft". Dass wir bereits auf dem Weg dahin sind müsste jedem klar sein. Welchen Schwachsinn das mit sich bringt, müüste so langsam jedem Landwirt klar werden, ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Zu Abstrakt !

Wir brauchen Regeln, die jeder versteht ! Aber die gibt es schon. Fehler, die seitens der Landwirtschaft gemacht wurden, sind erkannt und es wird umgesteuert. Aber Kommunen und die Wasserwirtschaft haben gemogelt. Mit Betrügern kann man keine Verträge schließen. Hört auf mit den ... mehr anzeigen

von Erwin Schmidbauer

Wer schliesst den Gesellschaftsvertrag???

Dieses Schlagwort ist zwar wunderschön, aber machen da alle mit? Landwirte, Wasserwirtschaft, Kommunen, andere staatliche Stellen und schliesslich der Konsument? Und da wird es haken. Es wird keinen "Gesellschaftsvertrag" geben, weil der Konsument, die Gesellschaft, nicht mit am Tisch ... mehr anzeigen

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