Afrika ist ein Wachstumsmarkt für Landtechnik

Schätzungsweise über 60 % der weltweit ungenutzten Ackerfläche liegt in Afrika. Der dortige Agrarsektor befindet sie in einem rasanten Transformationsprozess. Das wurde letzten Freitag bei der Internationalen Konferenz zum Landtechnikmarkt Afrika im Rahmen der Agritechnica in Hannover deutlich.

Schätzungsweise über 60 % der weltweit ungenutzten Ackerfläche liegt in Afrika. Der dortige Agrarsektor befindet sie in einem rasanten Transformationsprozess. Das wurde letzten Freitag bei der Internationalen Konferenz zum Landtechnikmarkt Afrika im Rahmen der Agritechnica in Hannover deutlich.

Viele Regierungen besinnen sich demnach auf die Rolle, die ein wachsender Agrarsektor für die wirtschaftliche Entwicklung spielen kann. Deshalb investieren Länder wie Südafrika, Angola, Mosambik, Sambia und Zimbabwe in die Entwicklung ihrer Landwirtschaft. Die Agrarproduktion in den meisten Ländern Afrikas ist noch auf einem recht ausbaufähigen Niveau aufgrund der mangelnden Mechanisierung. Die Investitionshöhen für Landtechnik sind sehr unterschiedlich. Dennoch geht der VDMA für den afrikanischen Landmaschinenmarkt insgesamt von einem Volumen von gut 1,6 Mrd. Euro aus. Davon entfallen 609 Mio. Euro auf Südafrika, 63,4 Mio. Euro auf Angola, 14,3 Mio. Euro auf Mozambique, 12,4 Mio. Euro auf Zambia und 11,7 Mio. Euro auf Zimbabwe. 

Ein positives Bild zeigt Südafrika, das sich zum größten Markt für Landtechnik in Afrika entwickelt hat. Diese Einschätzung schilderte Hermann Intemann, Agrarattaché an der Deutschen Botschaft in Südafrika. Mittlerweile werden in Südafrika 95 % der Maschinen importiert und 90 % der Produktion wird auf professionellen Farmen angebaut. Das Gros der Landmaschinenimporte kommt aus den USA, Deutschland, Italien, Mexiko, Brasilien und Frankreich. Allein Deutschland exportierte im Jahr 2012 für 84 Mio. Euro Landmaschinen nach Südafrika (plus 11 % gegenüber 2011).

Ein hohes Potenzial in der Agrarwirtschaft bescheinigte Intemann auch den Ländern Angola, Mosambik, Sambia und Zimbabwe, allerdings sei hier die Effizienz noch nicht so stark entwickelt. Um die Produktivität zu steigern, stehen in diesen Staaten die Mechanisierung und die Unterrichtung der Farmer in moderner Landwirtschaft an erster Stelle. Der Experte rät den Landtechnikunternehmen in Beratung und Schulung im Umgang mit Landmaschinen zu investieren und Netzwerkstrukturen für die Kundenbetreuung aufzubauen.

Große Schwierigkeiten in der Entwicklung hat Angola, wo der Bürgerkrieg (1975 bis 2002) keine Infrastruktur hinterlassen hat. 5,75 Mio. ha der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche von 30 Mio. ha werden zu Zeit bebaut. Im Vorjahr wurden für 63,4 Mio. Euro Landmaschinen importiert aus China, Brasilien, Portugal, Italien, Spanien, den USA und Deutschland. Die deutschen Importe hatten einen Wert von 1,5 Mio. Euro. (ad)


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