Agrargegner protestierten vor Brandenburger Landtag

Vor dem Potsdamer Landtag haben am Donnerstag Aktivisten der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ und des Aktionsbündnisses Agrarwende Berlin-Brandenburg gegen die heutige Landwirtschaft demonstriert. Die Bündnisse riefen dabei auch zur Demonstration gegen die geplante Mastanlage mit über 36.000 Schweinen in Haßleben auf.

Vor dem Potsdamer Landtag haben am Donnerstag Aktivisten der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ und des Aktionsbündnisses Agrarwende Berlin-Brandenburg gegen die heutige Landwirtschaft demonstriert.
 
Die Bündnisse riefen dabei auch zur Demonstration gegen die geplante Mastanlage mit über 36.000 Schweinen in Haßleben (Uckermark) auf, die am kommenden Sonntag stattfindet. Die Teilnehmer wollen dann eine eine politische Begrenzung der so bezeichneten „industriellen Massentierhaltung“  einfordern.
 
Reinhild Benning vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erklärte, Berlin brauche Biolebensmittel und Brandenburg wolle keine Massentierhaltung. „Solange die Landesregierung lieber exportfixierten Schweinedynastien für deren Tierfabriken Genehmigungen hinterherwirft, statt mit wirksamen Landesgesetzen eine regional verankerte, ethisch verantwortliche Landwirtschaft voran zu bringen - wie etwa in Niedersachsen und Nordrhein-Westfahlen - solange rufen wir zum Widerstand auf“, sagte sie.
 
Laut dem Sprecher der Demonstranten, Michael Wimmer, legt das Bündnis den Finger „mitten in die Wunde der industriell organisierten Tierhaltung, die wir vor allem im Schweine- und Geflügelbereich beobachten müssen“. Am Beispiel Haßleben möchte man daher eine gesellschaftliche Diskussion darüber in Schwung bringen, wie wesensgerechte Tierhaltung auszusehen hat und wie nicht. „Von der Landesregierung erwarten wir zumindest, dass sie sich klar und deutlich gegen derartige industrielle Anlagen ausspricht, zumal wenn sie von Investoren außerhalb Brandenburgs gebaut und betrieben werden.“
 
Sybilla Keitel, Bürgerinitiative „Kontra Industrieschwein Haßleben“: „Mit der Demonstration zeigen wir, dass wir uns keineswegs daran gewöhnen werden, Tiere wie industrielle Fließbandware zu produzieren. Ebenso weisen wir unermüdlich darauf hin, dass mit diesen gigantischen Tierfabriken unser ganzes Ökosystem durch Stickstoff zerstört wird: Boden, Wasser und Luft  sind unsere elementaren Lebensgrundlagen und werden dem Profit geopfert. Aber hier endet diese törichte Politik nicht: Entstehende Überschussexporte machen auch noch die Märkte in den armen Ländern kaputt. Insgesamt ist das der glatte Wahnsinn."

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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