Agrarpaket enthält Glyphosat-Aus, Tierwohllabel und Umschichtung Plus

Die Bundesregierung legt heute ihr Agrarpaket vor. Darin sind ein Glyphosat-Aus Ende 2023, das Tierwohllabel, die Umschichtung von 6% und mehr Insektenschutz.

Die Bundesregierung will heute vier offene Dauerstreitthemen zur Landwirtschaft abräumen. Heute Morgen stimmt das Kabinett über ein großes Agrarpaket ab. Am Mittag wollen Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) die Einigung vor der Presse in Berlin vorstellen. Konkret handelt es sich um das Aktionsprogramm Insektenschutz, das Tierwohlkennzeichengesetz und die Änderung des Direktzahlungen-Durchführungsgesetzes.

Aus für Glyphosat und Insektizide in Schutzgebieten

Unter dem Deckmantel des Insektenschutzes hat sich die Bundesregierung nun doch auf ein Enddatum für den Einsatz von Glyphosat geeinigt. Zum 31. Dezember 2023 soll damit Schluss sein in Deutschland. Dann ist die derzeit noch laufende EU-Zulassung für den Wirkstoff abgelaufen. Einschränkungen für die Glyphosat-Nutzung etwa vor der Ernte, für Hobbygärtner und öffentliche Parks und sollen schon früher kommen. Außerdem soll nach Informationen von top agrar in Schutzgebieten schon ab 2021 die Anwendung von Herbiziden und biodiversitätsschädigenden Insektiziden verboten werden. Zu diesen Gebieten gehören u.a. FFH-Gebiete, Naturschutzgebiete, Nationalparks und Vogelschutzgebiete. Außerdem sollen artenreiches Grünland, Streuobstwiesen und Trockenmauern unter den gesetzlichen Schutz...

Die Redaktion empfiehlt

Ein großes Agrarpaket wird am Mittwoch das Kabinett passieren. Enthalten sind die höhere Umschichtung der Direktzahlungen von 6% für 2020, das Tierwohllabel und der Insektenschutz.

Im kommendem Jahr sollen die Direktzahlungen zu Gunsten der Agrarumweltprogramme weiter gekürzt werden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) lenkt bei der Umschichtung ein.

Die Bundesregierung steht beim Tierwohllabel offenbar kurz vor dem Durchbruch. Auch zu Insektenschutz, Glyphosat und Umschichtungen der Agrarzahlungen soll es Entscheidungen geben.


Diskussionen zum Artikel

von Guido Müller

Korrektur zu meinem Kommentar: ...wäre die Bundesrepublik Deutschland in ca. 750 Jahren vollständig in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgebaut. -- Hier muss ein Absatz bzw. " da hier der Auszug aus dem Artikel "Umweltschule" endet.

von Guido Müller

Nachhaltige Umweltpolitik - Jahrtausende alte Lebensmittelproduktion

Die Verantwortlichen sollten sich über einfach verständliche Informationen bilden. Alles andere ist für diese zu unverständlich. Unter: umweltschulen.de/boden/flaechenverbrauch "... Wie viel Fläche haben wir? Die Bundesrepublik Deutschland verfügt über eine Bodenfläche von ... mehr anzeigen

von Heinrich Esser

Egal wie oft es wiederholt wird...

...die Flächenprämien bewirken keine so positiven Effekte für die Landwirte, wie von DBV, CDU und anscheinend auch der AfD behauptet wird. Da könnte man ja mal auf die Wissenschaft hören. Die Einkommenseffekte der zweiten Säule sind deutlich höher.

von Wilhelm Grimm

Agrarwende ist toll !

Wir kassieren für schemes, also für nix. Alle Flächen überlassen wir der Spontanvegetation, das bringt das höchste Aufwertungspotential, also die höchste Staatsknete für nix. Aber kein "Kunst"dünger,keine Grundwasserverschmutzung und keine Blausucht durch Nitrate, kein Krebs, denn ... mehr anzeigen

von Harald Finzel

Willkommen im real existierenden Sozialismus!

Das undifferenzierte Verbot von Herbiziden in den genannten Schutzgebieten ist nichts anderes als kalte Enteignung! FFH- und Vogelschutzgebiete wurden vor Jahrzehnten nach Gutsherrenart festgelegt - mit den gebetsmühlenartigen Lippenbekenntnissen der Politik, es würde zu keinen ... mehr anzeigen

von Thomas U. Cordula Schulz

Es wird Zeit für eine Pachtpreisbremse

Alle reden über eine Mietpreisbremse. Ich bin für eine Pachtpreisbremse. Für unsere Region passen dann 5€ pro Bodenpunkt ganz gut in die Welt.

von Wilhelm Grimm

Glyphosatverbot ohne Beweise ist nur ein Stellvertreterkrieg.

Dann wird erst richtig aufgeräumt. Wenn nicht jeder Grundbesitzer ab heute seine Lehren aus diesen Anfängen der Enteignung zieht, ist ihm nicht mehr zu helfen.

von Wilhelm Grimm

Warum sagt Rukwied nicht einfach:

Wählt die AfD, denn dies ist eindeutig eine Kriegserklärung an die Bauern. Weimar, wir haben nichts gelernt. Das Eigentum jeden Grundbesitzers ist nicht mehr zu retten.

von Gerhard Steffek

Deutschland schafft sich ab!

Ein weiterer Sargnagel für die Landwirtschaft. Schon Bismark wußte aber schon: "Im Verfall der Landwirtschaft sehe ich eine der größten Gefahren für unseren staatlichen Verband." Ist es denn nicht so, daß die Landwirtschaft, bzw. die Landwirte in den Dörfern nicht mehr oder weniger ... mehr anzeigen

von Renke Renken

Ein Staat außer Rand und Band,

es regiert die Unfähigkeit , das Wunschdenken, von Ideologien gesteuerter Aktionismus und jeder versucht sein Wahlmandat über die nächste Wahl zu retten. Dieser Staat ist nicht mehr zu retten, wenn der Konjunktureinbruch wirklich Realität wird...........

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