Agrarpolitik in Brüssel offenbar im Abwind Premium

Ein Kommentar von Thomas A. Friedrich - Hitzesommer, Dürre, Missernte, Vorboten des Klimawandels – trotzdem spielte die Agrarpolitik in der letzten Rede von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zur Lage der Union kaum eine Rolle. In Straßburg war ihm die Landwirtschaft nur einen dürren Satz wert.

top agrar EU-Korrespondent Thomas A. Friedrich kreidet Kommissionspräsident Juncker an, dass er bei seiner letzten Rede zur Lage der EU, die Landwirtschaft Europas stiefmütterlich behandelt hat. (Bildquelle: Felix Kellermann)

Ein Kommentar von Thomas A. Friedrich - Hitzesommer, Dürre, Missernte, Vorboten des Klimawandels – trotzdem spielte die Agrarpolitik in der letzten Rede von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zur Lage der Union kaum eine Rolle. In Straßburg war ihm die Landwirtschaft nur einen dürren Satz wert. “Die Trockenheit dieses Sommers hat nicht nur den Landwirten mit Brutalität die Wichtigkeit der Klimapolitik zur Sicherung der Zukunft künftiger Generationen vor Augen geführt”. Das war alles. Kein Wort zu den die europäischen Landwirte nach der krassen Dürre ...

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Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

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Diskussionen zum Artikel

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von Alfons Lauer

Politisch auf dem Abstellgleis

Ich wundere mich über nichts mehr! Die konservativen und bodenständigen Gesellschaftsschichten, zu denen auch wir Landwirte gehören, die den "Karren" in unermütlicher Weise in Ihrer täglichen Arbeit ziehen, haben schon seit langem politisch an Boden verloren. Man merkt es auch ständig an dem medialen Meinungsgeist: Diejenigen Gesellschaftsschichten, die in der "Komfortzone" leben, und quasi auf dem "Karren" sitzen, üben ständig Kritik und Bashing, verbrüllen die "Zugtiere"! Die Zukunft wird zeigen, ob es noch genügend Menschen gibt, die unter diesen Bedingungen bereit sind, sich weiter vor diesen "Karren" spannen zu lassen. Ich glaube, dass sich diese Gesellschaft weiter nicht zum "Guten" entwickeln wird. Tschüss, schöne alte Welt!

von Erwin Schmidbauer

Lahme Ente

ist der "Fachausdruck" für Politiker, die nicht mehr in ihrem Amt bleiben können. Juncker macht diesem Ausdruck alle Ehre. In der Arbeitswelt nennt man das wohl "innerliche Kündigung" was er so betreibt.

von Wilhelm Gebken

Ja dann versuchen wir es noch mal, Zitat: "“Die EU wird sich gegenüber allen Angriffen gegen die Rechtsstaatlichkeit zur Wehr setzen”, sagte Juncker mit Blick auf die in Polen und Ungarn ergriffen Maßnahmen zur Beschneidung der Unabhängigkeit der Rechtssy

Juncker bezieht sich dabei auf die aktuelle Entscheidung des Europaparlaments in der mit den Stimmen der EVP-Fraktion (zu der auch die deutsche CDU gehört), mit den Stimmen der deutschen FDP und mit den Stimmen der deutschen Grünen ein Disziplinierungs- bzw. Bestrafungsverfahren gegen Ungarn und Polen eingeleitet wurde. U. a. weil dort die Besetzung der höchsten Richterämter durch die gerade herrschenden Parteien beeinflußt werden könnte. Gerade die Scheinheiligkeit der deutschen Vertreter (CDU, FDP, Grüne) ist dabei bemerkenswert und sollte auch die hiesigen Landwirte aufhorchen lassen, weil diese drei Parteien als sogenannte "Jamaiakoalition" in SH erst vor kurzem die Berufung eines höchst angesehenen Juristen an das Verfassungsgericht von Schleswig-Holstein verhindert haben: Weil er sich mit einem Gutachten und in verschiedenen Vorträgen gegen die Sexualisierung des Aufklärungsunterrichts und gegen die Genderpädagogik ausgesprochen hat, darf der Hamburger Rechtsanwalt und Jura-Professor Christian Winterhoff (47) nicht Richter am siebenköpfigen Schleswig-Holsteinischen Landesverfassungsgericht werden. Nachzulesen unter: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/die-cdu-unterwirft-sich-einmal-mehr-der-gruenen-meinungshoheit/

von Wilhelm Gebken

Ich bin fassungslos! Natürlich hatte mein Kommentar mit Ihrer Meldung zu tun!

(...)

von Wilhelm Grimm

JunCKer ist eben ein Junker, aber kein Agrarjunker sondern ein Geld- und Autojunker. In Berlin sieht es auch nicht besser aus.

Warum auch, zum ersten mal in der Menschheitsgeschichte, braucht niemand um das tägliche Brot Sorge zu tragen, auch die Kirchen nicht. "Unser täglich Auto gib uns heute".

von Wilhelm Gebken

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