Export

Agrarpolitiker von CDU/CSU wollen den Agrarexport stärken

In einem Positionspapier zur Grünen Woche stärken Agrarpolitiker der CDU/CSU-Fraktion dem Agrarexport den Rücken. Sie plädieren für mehr Marktzugangsprogramme für Produkte „Made in Germany“.

Ein demonstratives Zeichen für den Agrarexport aus Deutschland haben Agrarpolitiker der CDU/CSU gesetzt. In einem am Montag verabschiedeten Positionspapier, das top agrar vorliegt, schreiben sie: „Der Agrarexport ist ein wichtiges Instrument, um die Wertschöpfung der Agrarwirtschaft in Deutschland dauerhaft zu erhalten und auszubauen“. Dabei haben sie insbesondere klein- und mittelständische Unternehmen der Agrarwirtschaft im Blick, die sie beim Export ihrer Agrarprodukte unterstützen wollen.

In ihrem Papier sprechen die Agrarpolitiker sowohl die Produktion und Ausfuhr von Lebensmitteln und Agrarrohstoffen an als auch die von Landtechnik, Saatgut und Agrarchemie. Agrargüter „Made in Germany“, die in EU-Mitgliedsstaaten oder in Drittlandsmärkte exportiert werden, trügen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Agrarwirtschaft und damit direkt zum Wohlstand und zum Erhalt von Arbeitsplätzen bei, argumentieren die Unions-Agrarier weiter.

Schwerpunkt auf klein- und mittelständischen Unternehmen

Im Bundestag wollen sich die Agrarpolitiker dafür einsetzen, dass der vorrangige Schwerpunkt der nationalen politischen Begleitung auf den klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) der Agrarwirtschaft liegt. Diese verfügten oft nicht über die Kapazitäten und Ressourcen von Großunternehmen, hätten aber ebenfalls ein Interesse am Agrarexport und erzeugten Produkte, die am Weltmarkt sehr gut bestehen könnten, heißt es in dem Papier.

Zusätzliche Erlöse erhoffen sich die Agrarier bei der Verwertung von tierischen Erzeugnissen, die in anderen Ländern als Delikatessen gelten. Dafür sollen marktrelevante Unternehmen mit integrierten Produktionsabläufen unterstützt werden.

Digitale Exportbescheinigungen

Die Agrarpolitiker drängen zudem darauf, dass die Verwaltungen für die Erschließung von Drittlandsmärkten ausgebaut werden. Sie wollen den Abschluss von bilateralen Veterinärabkommen und -bescheinigungen sowie der Abschluss von sanitären und phytosanitären Abkommen (SPS) stärker in den politischen Fokus nehmen. Exportbescheinigungen sollen danach möglichst digital zur Verfügung gestellt werden, um Grenzkontrollen und lange Wartezeiten zu verkürzen, fordern sie.

Bei internationalen Handelsabkommen müsse darauf geachtet werden, dass es nicht zu Wettbewerbsnachteilen für die deutschen Landwirte komme, indem beispielsweise die heimischen Standards unterlaufen würden, schränken die Agrarpolitiker ein. Zudem wollen sie sich in der Europäischen Union für eine einheitliche Haltungs- und Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln einsetzen.

Bessere Werbung im Ausland

Wichtig ist den Autoren außerdem, dass im Ausland besser für deutsche Agrarprodukte geworben wird. „Ein wesentlicher Aspekt wird die noch stärkere Bewerbung des Agrarstandorts Deutschlands im Ausland sein. Unsere Agrarwirtschaft ist modern, innovativ und nachhaltig und unsere Bäuerinnen und Bauern bestens ausgebildet. Das geht allzu oft in der Debatte unter oder wird von der Opposition schlechtgeredet“, sagte der Agrarsprecher der CDU/CSU-Fraktion Albert Stegemann.


Diskussionen zum Artikel

von Norbert Thüning

Weltmarkt

Herr Stegemann(CDU) ist weit von der Realität entfernt. Deutsche Auflagen und Weltmarktpreise passen nicht zusammen. Mit Weltmarktpreisen holen wir uns Weltmarktlöhne ins Haus!

von Jürgen Greiner

Förderung des Bestandsabbaus besser als die des Exports

Die Unterstützung des Exports von verarbeiteten viel zu süßen Lebensmitteln in Drittländer passt gut zur Politik 'Brot und Spiele', hilft der Industrie aber nicht den Bauern und steht im Widerspruch zum Green Deal. In Deutschland sollten nur noch gesunde Nahrungsmittel und Getränke ... mehr anzeigen

von Josef Doll

Das Exportieren

ist bei unseren Auflagen für die auch die CDU mit zugestimmt hat nicht mehr zu Weltmarktpreisen zu realisieren. Alleine das wir immer mehr Auflagen und Verordnungen aufgebrummt bekommen können wir langfristig nicht einmal mehr Gewinnbringend Lebensmittel für den eigenen Markt zu ... mehr anzeigen

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

!

Populismus pur!!

von Wilhelm Grimm

Natürlich könnten wir zu Weltmarktpreisen produzieren, wenn

wir die gleichen Bedingungen hätten. Aber unsere klimatischen Vorteile werden durch hemmende Auflagen, Verordnungen und Gesetze außer Kraft gesetzt. Autos lassen sich überall billiger produzieren, wenn wir zunächst helfen. Bei der Erzeugung von Nahrungsmitteln sind wir wegen unserer ... mehr anzeigen

von Ottmar Ilchmann

Totengräber

Stegemann ist, wie im Grunde alle CDU-Agrarpolitiker, ein Sprachrohr der Agrar- und Ernährungsindustrie. Diese kann von Exportmärkten durchaus profitieren, aber nur, wenn die Bauern eben zu Weltmarktpreisen liefern. Sie errichten immer noch ihre Imperien auf den Gräbern unserer ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Der Weltmarkt kann niemals zu unserem Vorteil gewonnen werden!

Der WELTMARKT im Agrarsektor ist ein ÜBERSCHUSSMARKT, dem wir Bauern uns nicht unterwerfen sollten, denn dann hätten wir endgültig verloren. Es ist gut, wenn man Überschüsse noch auf dem Weltmarkt los werden kann, aber es darf niemals, so wie es jetzt geschieht, der Maßstab für ... mehr anzeigen

von Franz-Josef Aussel

Die Dummschwätzer sterben nie aus

Gerade die Lebensmittel betreffend ist das Vorhaben kontraproduktiv. Uns Erzeugern wird schon seit Jahrzehnten vorgegaukelt, auf dem Weltmarkt läge die Lösung. Das Gegenteil ist der Fall: Zur Belohnung gibt es auch nur den Weltmarktpreis

von Albert Maier

Drei mal darf man raten...

... wer der CDU diesen Quatsch eingeredet hat!

von Rudolf Rößle

Dann

liebe Unternehmer kauft vom direktvermarktenden Bauern zu dessen Konditionen. Exklusivprodukte lassen sich ja noch gut vermarkten.

von Johann Rottenkolber

Heuchler

Diesen CDU/CSU Politikern gehts doch nicht um den Erhalt der Klein-und Mittelbäuerlichen Landwirtschaft! Die wollen vor allem die Unternehmen der Agrarwirtschaft unterstützen. Lesen Sie bitte Absatz 2 nochmal genau durch - Wer unterstützt den das Mercosur Abkommen? Wer verkauft uns ... mehr anzeigen

von Fritz Gruber

Wahlkrampf

Der uns in keinster Weise weiterbringt und unser Söder geht mit den Grünen saufen jedenfalls hat's den Anschein

von Georg Nordendorf

Mit dieser CDU

habe ich zunehmend meine Probleme. Die Landwirtschaft und ihr Umfeld gehört eigentlich zu ihren Kernwählern. Wo werden diese denn noch nachhaltig vertreten? Geschweige denn mit konservativen Werten (konservativ - nicht rechtsradikal)? Jetzt lese ich wieder was von Export. Hat diese ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Merken die es noch?

Statt uns endlich mal auf unserem Markt vor unfairer Konkurrenz durch Importe (samt Gentechnik, Monokulturen, Brandrodungen, Rückständen, Hormonen, Käfighaltung...) zu schützen, soll jetzt plakativ der Export gepuscht werden? Und das gegen den Widerstand aller anderen Parteien, der ... mehr anzeigen

von Markus Grehl

Söder

Hoffentlich bekommt das dann der König Söder aus Bayern in den Koalitionsvertrag mit seinen geliebten Grünen...

von Hans Spießl

und wenn Mama Merkel wieder einmal Bockig ist

wer hat den die Agrarexporte Verboten?, ja gerade die Union - an Heuchelei nicht mehr zu Überbieten, entsorgt erst einmal eure Merkel!!! Anscheinend sollte der Bauernstand nur noch "Verarscht werden". Glaubwürdig sind sie ja schon lange ... mehr anzeigen

von Peter Beiersdorfer

Klasse

Wir sind der Spielball der Parteien!!!!!! Die einen wollen eine Stärkung der Exporte, die anderen wollen nur den Inlandsbedarf. Ich persönlich würde nur noch für den Export produzieren, denn der verwöhnter deutsche Michl ist es nicht wert das wir Ihn mit den weltweit höchsten ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Die NGOs und die Grünen bestimmen die Richtung, nicht die CDU.

Und die wollen nicht exportieren, sondern extensivieren und importieren. Wenn die CDU etwas anderes will, muss sie das sagen, Glaubwürdig ist Herr Stegemann ohne die Rückendeckung der CDU/CSU nicht,

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