Resolution verschickt

Agrarreform: Bauernverband prangert einseitige Förderausrichtung an

Vor Wettbewerbsverzerrungen im Bundesvergleich warnt der Bauernverband Schleswig-Holstein und sieht seine Bauern durch die Agrarreform benachteiligt. Verärgert hat er eine Resolution herausgegeben.

Völlig unzureichend sind aus Sicht des Bauernverbandes Schleswig-Holstein die nationalen Verordnungen zur Umsetzung der Direktzahlungen, Eco-Schemes und Konditionalität in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2023 auch nach der Befassung des Bundesrates am vergangenen Feitag.

Die Kritik des Bauernverbandes richtet sich auch an den schleswig-holsteinischen Minister Jan Philipp Albrecht wegen der einseitigen Förderausrichtung in der 2. Säule der GAP. Diese führe zu sichtbaren Wettbewerbsverzerrungen im Bundesvergleich und gehe zu Lasten der im Rahmen des Dialogprozesses für eine Zukunft der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein formulierten Ziele (u.a. Tierwohl).

Der Verband fordert vom Land die zügige Installation von Programmen, um den Betrieben Planungssicherheit zu geben. Dies gilt vor allem für die vom Minister angekündigte, aber nicht umgesetzte Diversifizierungsförderung.

Im Übrigen sei das Genehmigungsrecht dringend zu ändern und zu vereinfa-chen, um eine Entwicklung der Landwirtschaft, vor allem zur Verbesserung der Tierhaltung weiterhin zu ermöglichen.

Auf der am Dienstag digital durchgeführten Sitzung des erweiterten Vorstandes wurde eine entsprechende Resolution verabschiedet.


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