EU-Agrarpolitik ab 2023

Agrarreform: EU-Mitgliedstaaten offen für 25 % Öko-Regelungen

Die EU-Mitgliedstaaten öffnen sich für mehr Öko-Regelungen. Sie liegen damit ganz auf deutscher Linie. Dennoch bleiben bis zum entscheidenen Trilog am Freitag in Brüssel viele Fragen offen.

Die portugiesische EU-Ratspräsidentschaft hat den EU-Agrarministern am Montag einen Kompromissvorschlag für die Trilog-Verhandlungen zur Agrarreform vorgelegt. Zentrales Element: Die Grüne Architektur, die neben den Eco-Schemes (Öko-Regelungen) auch die Voraussetzungen für die Basisprämie (Konditionalität) regelt. Die beschreibt die Grundanforderungen, die Landwirte zum Erhalt der Brüsseler Direktzahlungen erfüllen müssen.

Die EU-Mitgliedstaaten möchten dem Europaparlament anbieten, ab 2023 mindestens 22 % der Gelder der 1. Säule an Öko-Regelungen zu binden. Nach einer zweijährigen Lernphase sollen ab 2025 dann 25 % für die Öko-Regelungen zur Verfügung stehen. Deutschland hat sich in seiner nationalen Umsetzung der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) bereits auf 25 % Öko-Regelungen ab 2023 geeinigt und liegt damit auf Kompromisslinie im EU-Trilog.

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