Grüne Woche

Agrarwende: Anschubfinanzierung und Förderung wie bei EEG denkbar

DBV-Präsident Rukwied setzt große Hoffnungen in die in wenigen Wochen kommende Umbaustrategie für die deutsche Landwirtschaft. Er könne sich ein Finanzierungssystem wie beim EEG vorstellen.

Im Februar wird die „Borchert-Kommission“ unter Leitung des ehemaligen CDU-Landwirtschaftsministers Jochen Borchert ihre überparteiliche und von allen Beteiligten in der Wertschöpfungskette mitgetragene Strategie für die Zukunft der Nutztierhaltung vorstellen.

Dem Vernehmen nach sind auch konkrete Vorschläge zu erwarten, wie der Umbau der Tierhaltung finanziert werden soll. Sehr zuversichtlich zeigt sich DBV-Präsident Joachim Rukwied. Auf Nachfrage von top agrar-Chefredakteur Matthias Schulze Steinmann erklärte Rukwied, es sei ein „klares Signal für einen Weg der Umgestaltung der Landwirtschaft“ zu erwarten.

Wichtig sei, dass die Finanzierung dabei auf sichere Beine gestellt werde. „Ich kann mir eine Anschubfinanzierung vorstellen. Diese darf aber nicht dazu führen, dass es für die Bauern neue ordnungspolitische Vorgaben gibt. Am Ende muss letztlich der Käufer an der Kasse entscheiden, ob er für mehr Tierwohl und eine neue Landwirtschaft auch mehr zahlen möchte“, so der Präsident am Donnerstag weiter.

Er schränkt allerdings ein, dass es zunächst noch einige wettbewerbsrechtliche Fragen gibt, die geklärt werden müssen. Danach sei man offen für Konzepte. Rukwied denkt etwa an ähnliche Förderungen wie damals im EEG mit einem festen Zeitrahmen, der binded wäre. Dann wären die Landwirte abgesichert und hätten Planungssicherheit.

DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken sieht allerdings...

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Die Grüne Woche 2020 soll Bindeglied in der aufgeheizten Debatte zwischen Landwirten und Gesellschaft werden. Bauernpräsident Rukwied hofft auf ein Zugehen beim Insektenschutzprogramm.


Diskussionen zum Artikel

von Wilhelm Grimm

Der DBV spielt das Greenhorn beim Green Deal.

Die angedachten und erhofften Kompromisse sind bisher nur eine Fata Morgana, die geforderten Bewirtschaftungsauflagen dagegen sehr viel realer. Und die Übertreibungen und Lügen beim Grundwasser und den Insekten werden gar nicht mehr thematisiert ?

von Rudolf Rößle

Eco Schemes

bekommen auch Beraterfirmen und Dienstleister. Was bleibt da noch für die Landwirtschaft übrig. Viele werden den Digitalwahnsinn abgeben, damit Zeit für die wichtigen Dinge haben. Die Vorarbeit kann schon mal eingespeist werden, denn in Ordnern suchen macht auch auf Dauer keinen Spaß.

von Albert Maier

Wie dumm ist der denn??

So einen Satz raushauen: "Für die 1. Säule fordert Rukwied, dass mindestens 60 % der Direktzahlungen weiter automatisch auf die Konten der Bauern gehen, besser seien 70 %." Bestimmt bekommt er 80% wa? Solches Verhandlungsgeschick ist einmalig d.....

von Gerd Uken

Der Green Deal gibt doch schon alles vor

Gestern wurde ja mit 482 Stimmen beschlossen das man dafür 1000 Mrd.€ bereit stellt und die zweite Säule soll 40% erhalten. Ich frage mich nur wo das ganze Geld denn herkommen soll wenn die EU Länder nicht mehr einzahlen wollen- bislang ist es eine große Luftblase. Frans ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Ist der DBV zu weich ?

Meine Überzeugung ist: JA ! Wenn Aeikens den Beleidigten spielt,hätte er nie auf dieser Position sitzen dürfen, da ist das Mitleid des Bauernverbandes kontraproduktiv. Und mit den Kompromissen verhält es sich sehr unehrlich. Ich habe immer, wirklich immer, erleben müssen, dass sich ... mehr anzeigen

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