Rente

Altersrenten für Landwirte steigen deutlich

Die Altersrenten für Landwirte steigen ab Juli bundesweit um mehr als 3 %. Das unterschiedliche Rentenniveau zwischen West- und Ostdeutschland nähert sich zwar an, bleibt aber weiterhin bestehen. Den Mehraufwand trägt der Bund.

Die annähernd 600.000 Rentnerinnen und Rentner in der Alterssicherung der Landwirte (AdL) können sich erneut auf einen spürbaren Anstieg ihrer Altersbezüge einstellen. Das hat das Bundeskabinett in der vergangenen Woche beschlossen. Danach beträgt die Rentenerhöhung zum 1. Juli dieses Jahres in Westdeutschland 3,18 % und in Ostdeutschland 3,91 %. Die Sätze gelten für die gesetzlichen Renten ebenso wie für die Renten in der AdL. Damit verzeichnen die Rentner in Deutschland im neunten Jahr hintereinander einen Zuwachs ihrer Bezüge.

Zuletzt hatte es 2010 eine Nullrunde gegeben. Durch die auch in diesem Jahr vorgesehene stärkere Erhöhung in Ostdeutschland nähern sich zudem die Renten in West und Ost weiter an. In der Alterssicherung der Landwirte beträgt der allgemeine Rentenwert ab 1. Juli dieses Jahres im Westen 15,26 Euro und im Osten 14,70 Euro. Die Mehraufwendungen in der Alterssicherung infolge der Anhebung belaufen sich in diesem Jahr auf rund 42 Mio. Euro und 2020 auf etwa 84 Mio Euro. Diese zusätzlichen Ausgaben werden aufgrund der gesetzlich verankerten Defizitdeckung in der Alterssicherung vom Bund übernommen.

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