Volksbegehren in NRW

Artenvielfalt: Heinen-Esser fordert gesellschaftliches Bündnis

Die Volksinitiative Artenschutz NRW könne zu einem zusätzlichen Appell werden, dass jede und jeder seinen Beitrag leisten muss, sagt Umweltministerin Heinen-Esser.

Unter dem Motto „Insekten retten - Artenschwund stoppen“ haben die nordrhein-westfälischen Landesverbände vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) sowie die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) am Donnerstag den Startschuss für die landesweite Volksinitiative Artenvielfalt gegeben. Für eine Behandlung der Initiative im Landtag sind mindestens 66.000 Unterschriften notwendig (top agrar berichtete)

Das Umweltministerium erwartet von der gestarteten "Volksinitiative Artenvielfalt" einen breiten Diskurs über Ziele und Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität. Der Schutz der biologischen Vielfalt dürfe kein ausschließlich bilateraler Dialog zwischen Politik und Naturschutzverbänden bleiben. Es benötige ein breites gesellschaftliches Bündnis

Weniger Schottergärten, mehr Grüne Infrastruktur, weniger Pflanzenschutzmittel sind nur einige Beispiele" - Ursula Heinen-Esser

Biodiversitätsberatung für Landwirtschaft wird ausgebaut

Um dem Flächenverbrauch entgegenzuwirken, plant die Landesregierung ein ressortübergreifendes Maßnamenpaket. Zudem soll die Biodiversitätsberatung für die Landwirtschaft ausgebaut, das bisher befristete Projekt "Leitbetriebe Biodiversität" fortgesetzt werden. 2019 erhielten rund 11.000 Betriebe für Agrarumweltmaßnahmen Förderungen von knapp 53 Millionen Euro; über 3.100 Betriebe haben einen Förderantrag für Blüh- und Schonstreifen gestellt, heißt es.

Das sind einige Forderungen der Volksinitiative Artenvielfalt NRW:

  • Die Beendigung des Flächenverbrauchs in NRW: Bis 2025 sei dieser auf maximal 5 ha am Tag zu verringern, bis 2035 dann vollständig zu beenden.
  • Flächen im Eigentum des Landes sollten schnellstmöglich nach Ökolandbau-Richtlinien bewirtschaftet werden.
  • Anlage von Gewässerrandstreifen, in denen die Ausbringung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, Gülle und Mineraldünger verboten ist.
  • In Naturschutzgebieten soll die Ausbringung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und Mineraldüngern verboten werden.
  • Einrichtung eines Biotopverbundes bis 2025 auf mindestens einem Fünftel der Landesfläche.

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Aktionsbündnis Ländlicher Raum

Startschuss für Volksinitiative Artenvielfalt NRW

vor von Christina Lenfers

Am Donnerstag startet die Volksinitiative Artenvielfalt NRW. Das Aktionsbündnis Ländlicher Raum weist zum Start der Initiative auf die Bedeutung intakter Biotope für Landwirtschaft, Wald und Co....


Diskussionen zum Artikel

von Joachim Pehle

Unwissenheit und Ersatzreligion

Ich habe persönlich sowohl unsere NRW-Landwirtschaftsministerin, als auch ihre Bundeskollegin gefragt, ob sie mir weiterhelfen könne oder wüßte, wer das könne: Wir Landwirte würden beim Insektenschutz gerne helfen,- doch welche Insektenarten werden von uns besonders bedrängt? ... mehr anzeigen

von Thies Kruse

Studie Peter Batary Uni Göttingen 2018

Die Landwirtschaft Deutschlands mit ihren kleinen und mittleren Feldern im Vergleich zu den Agrarregegionen dieser Welt hat in den letzten 50 Jahren die Biodiversität erhalten. Dieses Konzept führt zu gleichen Ergebnissen ist vergleichbar mit der Biodiversität auf Ökoflächen. Das ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Aber davon hört man nichts

in der Öffentlichkeit !!! Das muss der Bauernverband machen ! Aber die machen sich unsichtbar.

von Gerhard Steffek

Corona -

hat es doch gezeigt, wie so ein Artenschutzprogramm gehen kann. Lock Down!!!! was anderes braucht es nicht. Dann kann auch der Landwirt ohne störende Radfahrer auf seinen Wirtschaftswegen fahren.

von Bernhard ter Veen

gesellschaftliches Bündniss

mit wem denn ??? Landwirte mit solchen "Digital Akademikern" die ihre Mc Donald´s Drive In Verpackungen ABSICHTLICH auf dem Heimweg in eben der Landwirte Ihrer Botanik endsorgen? ...die Plastik- und Glas Flaschen ABSICHTLICH am Strassenrand endsorgen ? ...die Altreifen ABSICHTLICH in der ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

60 Altreifen lagen bei mir auf dem Feld,

die habe ich selbst entsorgt und auch bezahlt! Und jetzt kommt eine Ministerin daher und redet, als ob sie von einem anderen Stern wäre.

von Wilhelm Grimm

Ein gesellschaftliches Bündnis zur Artenvielfalt lässt sich bequem fordern,

wenn man selbst keine Nachteile hat, sondern nur die Anderen. In diesem Fall sind es die Bauern.

von Rudolf Rößle

Utopia

lässt grüßen. Schon der Flächenfraß wird sich schwer stoppen lassen.

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