Auch das Agrareinkommen in den USA sinkt

Auch die landwirtschaftlichen Betriebe in den Vereinigten Staaten haben aktuell mit spürbaren Einkommenseinbußen zu kämpfen. Das Nettoeinkommen der Betriebe dürfte sich 2016 auf 66,9 Mrd $ (63,2 Mrd Euro) belaufen; das wären 17,2 % weniger als im Vorjahr und 6,4 % weniger als noch im August erwartet.

Auch die landwirtschaftlichen Betriebe in den Vereinigten Staaten haben aktuell mit spürbaren Einkommenseinbußen zu kämpfen. Wie das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) mitteilte, dürfte sich das sektorale Nettoeinkommen der Betriebe 2016 auf 66,9 Mrd $ (63,2 Mrd Euro) belaufen; das wären 17,2 % weniger als im Vorjahr und 6,4 % weniger als noch im August erwartet.

Der scheidende Ressortchef Tom Vilsack gab allerdings zu bedenken, dass das Durchschnittsergebnis der vergangenen fünf Jahre von 101,4 Mrd $ (95,8 Mrd Euro) ein Rekord gewesen sei. Das umfassende staatliche Sicherheitsnetz, dass in der Farm Bill 2014 verankert sei, gewähre den Landwirten auch in diesem Jahr wirtschaftliche Stabilität, betonte Vilsack.

Laut Angaben des Ministeriums dürften die Beihilfen im Vergleich zu 2015 um 19 % auf 12,9 Mrd $ (12,2 Mrd Euro) steigen, was vor allem auf die Zahlungen im Rahmen der Landwirtschaftlichen Risikoversicherung (ARC) und der Preisverlustversicherung (PLC) zurückgeht. Für 2016 gehen die Washingtoner Beamten von einem Umsatzrückgang der Landwirtschaft um 23,4 Mrd $ (22,1 Mrd Euro) oder 6,2 % aus, womit sich die Gesamteinnahmen der US-Farmer auf 352,9 Mrd $ (333,3 Mrd Euro) belaufen würden. Dabei soll das Erlösminus fast gänzlich dem Verkauf von Vieh und tierischen Produkten zuzurechnen sein, der um 12,3 % auf 166,4 Mrd $ (157,2 Mrd Euro) sinken dürfte.

Die Preise für alle entsprechenden Produkte seien weiter gesunken. Dagegen dürften die Einkommen durch den Verkauf von Feldfrüchten laut der USDA-Vorhersage mit 186,5 Mrd $ (176,1 Mrd Euro) das Vorjahresniveau erreichen.

Derweil gibt sich das Ministerium mit Blick auf die Agrarexporte, die etwa 20 % der landwirtschaftlichen Einkommen generieren, für das im Oktober gestartete Fiskaljahr 2017 optimistisch. So wird erwartet, dass die Agrarausfuhren gegenüber dem Haushaltsjahr 2016 um 3,3 % auf 134 Mrd $ (127 Mrd Euro) zulegen. Unter der Annahme leicht rückläufiger Agrarimporte rechnet das USDA mit einer Zunahme des Agrarhandelsüberschusses um 30 % auf 21,5 Mrd $ (20,3 Mrd Euro).

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