Australische Rinderhalter leiden unter starker Währung

Der australische Dollar erlebt derzeit einen wahren Höhenflug. Wurde er einst als pazifischer Peso verspottet, stellt er den US-Dollar mittlerweile in den Schatten.

Der australische Dollar erlebt derzeit einen wahren Höhenflug. Wurde er einst als pazifischer Peso verspottet, stellt er den US-Dollar mittlerweile in den Schatten. Grund sind die anhaltend boomende Wirtschaft in Down Under sowie die Währungspolitik von Ländern wie China oder den USA, die ihre Währungen derzeit bewusst schwach halten, berichtete der WDR gestern in einem Beitrag. Die Folge des starken australischen Dollars ist, dass immer mehr Anleger in diese Währung investieren, die Renditen seien nirgendwo höher, heißt es. Die Leidtragenden sind allerdings die Exporteure im Land, ausgenommen die Rohstoffe. Besonders der Farmsektor spürt einen Exporteinbruch, da ihre Ware zu teuer für den Weltmarkt geworden ist. Zur Erinnerung, Australien exportiert 2/3 seiner Agrarprodukte in mehr als 100 Länder, vor allem in die USA. Die Kunden dort springen nun aber nach und nach ab. Ein Vertreter der Fleischbranche erklärte dem WDR, jeder Cent, den der australische Dollar gegenüber dem US-Dollar zulegte, bedeute allein für die Rinderzüchter einen Verlust von 50 Mio. Dollar. "Jeder Cent!", verdeutlichte er. Und gerade die Rinderhaltung ist in dem Land einer der wichtigsten Grundpfeiler. Insgesamt werde die Branche Milliardeneinbußen erleiden. Dazu kommt laut dem Insider, dass die US-Züchter eine immer größere Konkurrenz für die Australier auf dem Weltmarkt darstellten, und der schwache US-Dollar helfe ihnen dabei.

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