Barbara Hendricks verliert Ministerposten

Noch ist die Liste der SPD-Minister nicht offiziell. Klar ist aber bereits, dass die bisherige Umweltministerin Barbara Hendricks dem Kabinett nicht mehr angehören wird. Stattdessen sind für das Umweltministerium Svenja Schulze aus NRW oder Matthias Miersch aus Niedersachsen im Gespräch.

Noch ist die Liste der SPD-Minister nicht offiziell. Klar ist aber bereits, dass die bisherige Umweltministerin Barbara Hendricks dem Kabinett nicht mehr angehören wird. Stattdessen sind für das Umweltministerium Svenja Schulze aus NRW oder Matthias Miersch aus Niedersachsen im Gespräch.

Neben Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) wird auch die bisherige Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) nicht auf ihrem Posten bleiben. Das berichtet die Rheinischen Post am Donnerstagmorgen und zitiert die SPD-Politikerin mit den Worten, sie "werde der neuen Bundesregierung nicht angehören".

Sie sei "dankbar", dass sie die letzten vier Jahre als Bundesumwelt- und Bauministerin dem Land, seinen Menschen und ihrer Partei habe dienen dürfen. "Ich gehe mit einem guten Gefühl aus diesem Amt, weil ich glaube, dass ich dazu beitragen konnte, Positives für unser Land und für die Umwelt bewegt zu haben", schrieb Hendricks am Mittag auch auf ihrer Facebook Seite. "Meiner Nachfolgerin beziehungsweise meinem Nachfolger wünsche ich Glück und vor allem Kraft, diese Entwicklungen weiter voranzubringen. Meiner Partei wünsche ich, dass sie nun zu alter Stärke zurückfindet." Hendricks war seit 2013 Umweltministerin. Von 2007 bis 2013 war sie Bundesschatzmeisterin der SPD. Sie ist seit 1994 Abgeordnete im Bundestag.

Schulze oder Miersch als Nachfolger im Umweltressort?

Die ehemalige NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze wird für das Umweltministerium in Berlin gehandelt. (Bildquelle: Presssefoto)

Als Nachfolgerin für Hendricks wird seit heute die frühere NRW-Wissenschaftsministerin und derzeitige NRW-Generalsekretärin Svenja Schulze gehandelt. Als weiterer Kandidat für das Amt des Bundesumweltministers kursiert in Berlin bereits seit Tagen der Name des Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch aus Niedersachsen. Der Parteilinke ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender und als solcher unter anderem für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft zuständig. Er hatte auch die Umweltthemen im Koalitionsvertrag für die SPD verhandelt. Er könnte aber auch das Justiz- und Verbraucherschutzministerium bekommen, heißt es am Donnerstagnachmittag.

SPD-Spitze will Ministerliste am Freitag verkünden

Derweil betont die SPD-Führung, dass noch keine finalen Entscheidungen gefallen sind. Offiziell will die SPD-Spitze ihre Ministerliste am Freitag beschließen und verkünden. Ein Knackpunkt in der Besetzungsliste ist wohl, welches Ministerium jemand aus Nordrhein-Westfalen bekommt. Davon hängt auch ab, ob der Niedersachse Matthias Miersch oder die NRW-Generalsekretärin Svenja Schulze Bundesumweltminister/in wird. Als Außenminister ist der bisherige Justiz- und Verbraucherschutzminister Heiko Maas im Gespräch.

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