BASF will weitere GVO-Sorten auf den Markt schicken

Nachdem die EU-Kommission die GVO-Kartoffel Amflora zugelassen hat, geht die Patentinhaberin BASF nun in die Offensive. Noch in diesem Jahr wollen die Ludwigshafener die Zulassung für zwei weitere Gen-Kartoffeln beantragen, berichten verschiedene Tageszeitungen.

Nachdem die EU-Kommission die GVO-Kartoffel Amflora zugelassen hat, geht die Patentinhaberin BASF nun in die Offensive. Noch in diesem Jahr wollen die Ludwigshafener die Zulassung für zwei weitere Gen-Kartoffeln beantragen, berichten verschiedene Tageszeitungen. Mit dabei soll schon die Nachfolgerin von Amflora sein, die ebenfalls nur Amylopektin-Stärke bildet, die für industrielle Anwendungen benötigt wird. Grundlage für diese neue Sorte soll aber eine andere Kartoffel als bei Amflora sein. Der Zulassungsantrag wäre schon fertig, heißt es. Für Ende 2010 hat die BASF die Kartoffel Fortuna vorgesehen. Sie wurde gentechnisch mit einer Resistenz gegen eine Pilzerkrankung ausgestattet, die laut den Berichten immer wieder zu hohen Ernteausfällen führt. Fortuna soll der industriellen Produktion von Lebensmitteln wie Pommes frites oder Chips dienen. Amflora wird von April an in Mecklenburg-Vorpommern auf 20 ha angebaut, zudem in Schweden auf 80 ha und in Tschechien auf 150 ha. Der Anbau in Mecklenburg-Vorpommern und Schweden soll der Saatgutvermehrung dienen. In Tschechien wird zu kommerziellen Zwecken mit einem nicht genannten Industriepartner angebaut.

Hintergrund: Stärkehersteller wollen Amflora nicht (4.3.2010) Brüssel erlaubt industriellen Amflora-Anbau (2.3.1010)

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