Folgen der Agrarreform

Basisprämie sinkt auf rund 150 € je Hektar

Der DBV hat Berechnungen zu den finanziellen Folgen der AMK-Beschlüsse vorgelegt. Bayern und Baden-Württemberg sind demnach die Gewinner der Umverteilung zugunsten der ersten Hektare.

Eine erhebliche Reduzierung der Basisprämie käme bei Inkrafttreten der Beschlüsse der Agrarministerkonferenz (AMK) zur nationalen Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf die landwirtschaftlichen Betriebe zu.

Nach Berechnungen des Deutschen Bauernverbandes (DBV) leitet sich aus den Beschlüssen in der nächsten Förderperiode eine Basisprämie von rund 150 €/ha ab. Im Jahr 2020 belief sich dieser Wert auf 173,16 €; in diesem Jahr liegt er ebenfalls bei rund 173 €. (Anm. d. Redaktion: In einer früheren Version war fälschlicherweise von 260 €/ha die Rede)

Wie der stellvertretende DBV-Generalsekretär Udo Hemmerling am vergangenen Donnerstag gegenüber Journalisten erläuterte, ergibt sich die künftige Basisprämie unter Anrechnung der vorgesehenen Abzüge durch die höhere Umschichtung von der Ersten in die Zweite Säule, die Bereitstellung von 25 % der Direktzahlungsmittel für Eco-Schemes, die Junglandwirteprämie, die gekoppelte Weidetierprämie sowie die Umverteilung zugunsten der ersten 60 Hektare.

Nach Angaben von Hemmerling leitet sich daraus für 2023 als erstes Jahr der neuen Förderperiode ein Wert von rund 156 €/ha ab, der dann bis 2027 auf knapp 148 €/ha sinkt.

Erhebliche Verteilungseffekte zwischen den Bundesländern ergeben sich dem stellvertretenden Generalsekretär zufolge durch die stärkere Förderung der ersten Hektare. Den größten Zufluss verzeichnet infolge der Umverteilung demnach Bayern mit insgesamt rund 61 Mio. € im Jahr, gefolgt von...


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