Bauernbund begrüßt Steuervorteile für Familienbetriebe

Der Deutsche Bauernbund begrüßt, dass die Bundesregierung in ihrem Hilfspaket nur Einzelunternehmen und Personengesellschaften Steuervorteile einräumen will. Viele Betriebe seien in Liquiditätsschieflage gekommen, weil vor allem bei der Einkommenssteuer keine Gewinnglättungsmöglichkeiten eingeräumt wurden.

Der Deutsche Bauernbund begrüßt, dass die Bundesregierung in ihrem Hilfspaket nur Einzelunternehmen und Personengesellschaften Steuervorteile einräumen will. Viele Betriebe seien bisher, zumindest temporär in Liquiditätsschieflage gekommen, weil vor allem bei der Einkommenssteuer keine Gewinnglättungsmöglichkeiten eingeräumt wurden.

Das jetzige Verfahren sieht vor, dass rückwirkend ab dem Jahr 2014 die Gewinne gleichmäßig auf 3 Jahre verteilt werden können und damit jahresbedingte Schwankungen steuerlich abgefedert werden. Analysiert man die bisherigen Steuerleistungen der juristischen Personen (Agrargenossenschaften, GmbH´s etc.) im Vergleich zu den Steuerleistungen der Einzelunternehmen, so erwirtschafteten die Einzelunternehmen einen wesentlich höheren Nutzen für die Gesellschaft, so der Bauernbund weiter.

Gerade die juristischen Personen in den neuen Ländern hätten seit der politischen Wende erhebliche steuerliche Vorteile in Anspruch genommen, ganz zu schweigen von dem Entschuldungspaket in Höhe von 2,7 Mrd. € ab 2007.
 
"Es ist blamabel und entlarvend, dass der Deutsche Bauernverband eine Gleichstellung aller Rechtsformen fordert. Es bleibt zu hoffen, dass das BMEL und das Bundesfinanzministerium diesmal nicht wieder einknicken. Die jetzige Maßnahme ist ein Weg in die richtige Richtung. Von einer Chancen- und Wettbewerbsgleichheit zwischen Einzelunternehmen und juristischen Personen kann aber nach wie vor überhaupt keine Rede sein. Das beginnt bei der Degression und Kappung von Agrarbeihilfen und hört mit dem Grundstücksverkehrsrecht noch lange nicht auf“, so der Präsident des Deutschen Bauernbundes, Kurt-Henning Klamroth.

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