Treffen

Bauernmilliarde & DüngeVO: Heidl präsentiert Kaniber Wunschliste

Die Umsetzung der Düngeverordnung stellt viele Betriebe vor große Herausforderungen. Unterstützend hat die Bundesregierung 1 Mrd. Euro dazu bereitgestellt. Der BBV macht Verwendungsvorschläge.

Die Zukunft der bayerischen Landwirtschaft in Zeiten der Coronakrise gestalten – das war Thema eines Gesprächs zwischen Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber, Bauernpräsident Walter Heidl und Generalsekretär Georg Wimmer.

Heidl forderte bei dem Treffen, den Standort Bayern für die heimische Tierhaltung und die Verarbeitung in Bayern zu sichern. Zu der von der Regierung beschlossenen „Bauernmilliarde“ schlug der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) vor, den Bau von Gülle- und Festmistanlagen zu erleichtern und beschleunigen, Wasserschutzkonzepte und -kooperationen auszubauen und zu finanzieren und den Einsatz digital unterstützter Düngetechnik und innovative Aufbereitungs- und Verwertungsverfahren zu fördern. Das sei alles insbesondere vor dem Hintergrund der Umsetzung der neuen Düngeverordnung wichtig.

Auch die Forschung und Entwicklung von ressourceneffizienten Anbaumethoden, innovative Beregnungsverfahren sowie die Einrichtung und Betreuung von Experimentierfeldern für klimaangepasste Landwirtschaft in bestehenden Betrieben in allen relevanten Regionen Bayerns und für alle Betriebsformen sollten gefördert werden, meinte Heidl weiter.

Mit Blick auf die nach heutigem Diskussionsstand ab 2023 geltende neue Förderperiode der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik betonte der Bauernvertreter, dass bewährte Maßnahmen im Kulturlandschaftsprogramm und Vertragsnaturschutzprogramm fortgeführt werden müssen.

Für den Ökolandbau forderte der Bauernpräsident eine marktkonforme Weiterentwicklung. Für den Erhalt von Landwirtschaftsflächen sei es wichtig, über ein Flächenkonzept der Staatsregierung Nutzflächen zu schonen und zum Beispiel beim Flächenausgleich den produktionsintegrierten Maßnahmen Vorrang zu geben.

Heidl begrüßte die Initiative von Landwirtschaftsministerin Kaniber, die Regionalvermarktung weiter zu fördern und die heimische Lebensmittelversorgung zu stärken. Es wurde vereinbart, dass es einen weiteren Austausch mit dem Berufsstand über die von Ministerin Kaniber geplante Imagekampagne geben soll. Denn der BBV hat zu Jahresbeginn die Kampagne #EssenAusBayern gestartet. Und der Verein „Unsere bayerischenBauern“ schafft mit verschiedensten Maßnahmen Vertrauen in die heimische Lebensmittelerzeugung. Aktuell werben Kochvideos für die Zubereitung von saisonalen und regionalen Produkten.



Diskussionen zum Artikel

von Wilhelm Grimm

So geht es auch ?

Wir machen schlechte landwirtschaftliche Praxis und bekommen dafür Bauernmilliarden. Der frühere Bürgermeister Voscherau hat es mir mal so erklärt. Wir schneiden uns alle immer gegenseitig die Haare und haben dafür keine Arbeitslosen mehr. So geht es auch ?

von Johann Schneider

Wäre

es nicht intelligenter, nach Lösungen zu suchen,die ohne Beton und überteuerte Maschinen funktionieren?Eine einfache flächendeckende Extensivierung der Tierhaltung wäre sogar gut für die Erzeugerpreise.

von Andreas Gerner

Dadurch können sich keine besseren Erzeugerpreise einstellen,

weil der Import dann einfach um so viel steigt, wie die inländische Produktion fällt. Und den Import verteuern (Zoll) oder verbieten, um genannten Effekt auszuschließen, kommt wegen der mächtigen WTO leider nicht in Frage.

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