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Bauernverband beharrt auf Aufschub der Düngeverordnung Premium

Die Landesbauernverbände aus dem Südwesten fordern gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband (DBV) weiterhin einen zeitlichen Aufschub bei der Verschärfung der Düngeverordnung. Sie wählen das Thema als Hauptforderung im Vorfeld der ab heute in Landau in der Pfalz stattfindenden Agrarministerkonferenz aus.

Bei einer Kundgebung heute vor dem Tagungsgebäude der Agrarminister in Landau in der Pfalz verlangten die Spitzen der Landesbauernverbände aus dem Südwesten und der DBV ein gesetzgeberisches Moratorium für die laufende Umsetzungsphase des Düngerechts. Die reformierte Düngeverordnung von 2017 führe bereits zu drastischen Einschnitten bei der Düngung und Tierhaltung und müsse sich zunächst bewähren können, bevor sie erneut überarbeitet werde, heißt es in einem gemeinsamen Positionspapier der Landesbauern- und Winzerverbände Rheinland-Pfalz Süd, Rheinland-Nassau, Saar, Hessen und Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband. Die Verbände kritisieren die Drohung der EU-Kommission, mit der Verhängung von Strafzahlungen weitere Verschärfungen der Düngeverordnung zu erreichen, als völlig unangemessen.

Widerstand gegen mehrere Maßnahmen in roten Gebieten

Darüber hinaus fordern die Verbände eine stärkere Praxisorientierung der geplanten weiteren Maßnahmen für die roten Gebiete in der Düngeverordnung. Eine pauschale Deckelung der Düngung von 20 Prozent unter...

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Willy Toft

Das Problem was wir Landwirte mit unserer Regierung haben ist, dass sie nicht hinter ......

der Landwirtschaft steht! Der Mainstream, und einige schwarze Schafe machen einen ganzen Berufsstand das Leben schwer. Es ist auch die Art wie die Bilder gezeigt werden, und wie es beim Betrachter rüber kommt, und was es dort auslöst! Die Bevölkerung hat keinen landwirtschaftlichen Hintergrund mehr, oder hat nie einen Bauernhof gesehen. Ob beim Essen oder beim Konsumverhalten, die Wertschätzung für das Detail geht völlig verloren. Ideologen übernehmen als Meinungsführer den Mainstream, und unsere Medien hinterfragen es nicht einmal, was sie jeden Tag, so von sich geben! Unsere Politiker übernehmen diesen Mainstream sofort, um bei der Wählerschaft zu punkten, und die Ergebnisse für uns Landwirte sind verheerend. Man muss schon über ein gesundes Selbstbewusstsein verfügen, um nicht daran zu Grunde zu gehen!

von Willy Toft

Ab jetzt jeden Donnerstag?

Der Bauernverband müsste eigentlich nur der Regierung klar machen, was bei der neuen, noch zu verabschiedenden DüV. alles auf dem Spiel steht. Bei Zukauf von Eiweißfuttermittel und Ausgleich von Futtermengen, durch ineffiziente Düngung, fährt der landw. Betrieb mit 2 GV/ha einen Verlust von mindestens 500,- €/ha ein! Wer kann das noch verkraften? Wir bekommen von keiner Stelle mehr für unsere Produkte. Wir haben gerade ein Dürrejahr hinter uns, und jetzt bekommen wir noch den Rest! Wenn unserer Verband das nicht vernünftig rüber bringt, hat die Bundesrepublik bald ganz andere Sorgen!

von Gerd Uken

Der DBV Präsident fehlte heute

Und den Staatssekretär hat man ausgepfiffen- dann waren die Bauern in Münster ja noch „friedlich“.

von Gerd Uken

Den Artikel 148 hat

der DBV nicht im Positionspapier?! Das haben die Agrarminister aber schon länger aufm Schirm

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