Förderung

Bayern: Großer Ansturm auf Bundesmilliarde

Das Investitions- und Zukunftsprogramm des Bundes ist bereits zum Start auf eine sehr große Resonanz gestoßen. Besonders viele Zuwendungen flossen nach Bayern.

Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ist zufrieden mit dem Start des neuen Investitionsprogramms. Der große Ansturm beweise, dass die Landwirte mit modernster Technik für einen bestmöglichen Schutz der natürlichen Ressourcen und der Umwelt sorgen wollen. Sie komme dort an, wo sie wirklich hilft, meint die Ministerin in einer Pressemitteilung.

Klöckner will die nächste Antragsgrunde vorziehen

40,9 % der Zuwendungen für bauliche Anlagen flossen im ersten Antragszeitfenster an bayerische Bauern. Auch bei der Förderung von Maschinen ging mehr als jeder dritte Euro nach Bayern. Die Ministerin zeigt sich erfreut über die starke Resonanz: „Ich begrüße ausdrücklich die Absicht von Bundesministerin Julia Klöckner, angesichts der großen Nachfrage die nächste Antragsrunde vorzuziehen und nicht bis Juli zu warten.“

In diesem Zusammenhang müssten aber noch vorhandene Schwierigkeiten im Programm ausgeräumt werden. Darunter fällt die Vorgabe, dass die neue Technik bereits Ende Oktober dieses Jahres auf den Höfen stehen müsse. „Das ist von Seiten der Hersteller in vielen Fällen schlichtweg nicht zu schaffen“, so Kaniber.

Förderverfahren verbesserungswürdig

Bayern fördere bereits seit einigen Jahren moderne digital unterstützte Technik in der Landwirtschaft über ein eigenes Landesprogramm. Dass das Bundesprogramm bereits am ersten Tag überzeichnet ist, sei nicht zuletzt dem sehr langen Vorlauf von einem Jahr und vor allem der fachlichen Herausforderung des neuen Düngerechts geschuldet. So habe sich über viele Wochen ein entsprechender Antragsdruck aufgebaut. Das Förderverfahren wäre möglicherweise besser gelaufen, wenn das Programm über die bewährten staatlichen Veraltungsstrukturen und -verfahren der Länder abgewickelt worden wäre. Vorschläge dazu seien allerdings sehr früh abgelehnt worden, weil einige Länder die notwendigen ergänzenden Landesmittel nicht aufbringen wollten.

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Diskussionen zum Artikel

von Bernd Nienhaus

Topagrar hat verstanden!

Danke, dass der Begriff Bundesmilliarde den alten hetzerischen endlich abgelöst hat. In der Sache erwarten die Landwirte aber weiterhin faire Preise und keine Almosen! Wie soll die Einstellung vieler neidischer Verbraucher zu den Subventionen für Landwirte denn besser werden, wenn ... mehr anzeigen

von Christian Kraft

Eigenlob stinkt

In der Schule würde es für so eine Leistung die Note 6 geben. Erstens absolute Themaverfehlung und die Ausführung sehr mangelhaft.

von Fritz Gruber

Alles

Propaganda bis Oktober liefern oder Fertigstellung die Firma Zunhammer zb hat eineinhalb Jahre Lieferzeit also gibt's keinen Euro für den Landwirt die Landmaschinenindustrie verdient sich dumm und dämlich und dem Staat kostet es unterm Strich keinen Cent

von Hermann Kamm

So werden Steuergelder

verschwendet! Diese Milliarde wäre in anständige Grundwassermessstellen besser investiert gewesen. Dann hätten alle Landwirte was davon gehabt. So wird die Milliarde im Gießkannen Prinzip an nur wenige Landwirte ausgeschüttet, das einer Lotterie gleicht! Dann rühmen sich unsere ... mehr anzeigen

von Axel Kalkreuter

Statistik

Vielleicht gibt es ja irgendwann eine Aufschlüsselung welche Maschinen in welchen Regionen gefördert wurden. Wenn Thüringen angeblich gar keine und Bayern sehr viele erfolgreich abgeschlossene Anträge hinbekommen hat?!

von Willy Toft

Hatten die Bauern dort die besseren Internetanschlüsse?

Das ist kein Gradmesser, ob die Landwirtschaft drauf gewartet hat. Es ist vielmehr ein Indiz, das hier vieles im Argen liegt, wenn die Bauern nur noch so investieren können, denn den Rest müssen sie sowieso bezahlen!

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