Zusammenarbeit

Bayern und NRW wollen in Düngeverordnung eingreifen

Die Landwirtschaftsministerinnen aus Bayern und NRW, Kaniber und Heinen-Esser, wollen über den Bundesrat in die Verschärfung der Düngeverordnung eingreifen. Existenzbedrohende Regelungen für bestimmte Betriebe und Anbauverfahren müssten verhindert werden, teilten beide heute nach einem Treffen in München mit. Auch zur GAP wollen sie sich abstimmen.

Bayern und Nordrhein-Westfalen (NRW) suchen den Schulterschluss in der Agrarpolitik. Vor der gemeinsamen Sitzung der beiden Länderregierungen in der Münchner Residenz hat Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ihre Kollegin Ursula Heinen-Esser zu einem Arbeitsfrühstück ins Ministerium eingeladen.

Die beiden Ministerinnen zeigten sich einig, dass die Bundesländer eng in die agrarpolitischen Entscheidungsprozesse des Bundes und der Europäischen Union einbezogen werden müssen, teilt das bayerische Agrarministerin mit. Insbesondere bei der Umsetzung der Düngeverordnung und bei der anstehenden Neuordnung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) wollen die beiden sich intensiver abstimmen.

Die Landwirtschaftsministerinnen der beiden größten Bundesländer sprachen sich dafür aus, dass bei der erforderlichen Änderung der Düngeverordnung existenzbedrohende Regelungen für bestimmte Betriebe und Anbauverfahren verhindert werden müssten, heißt es aus München weiter. Bei der Förderung der Landwirtschaft durch die EU müsse bis zur Festlegung der neuen europäischen Agrarpolitik weiterhin das bestehende Finanzierungsmodell für die Landwirte und den ländlichen Raum Bestand haben, um Planungssicherheit und Stabilität zu gewährleisten, berichtet das bayerische Landwirtschaftsministerium weiter.

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Diskussionen zum Artikel

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Interessenskonflikt.

Unser Wasser ist gut! Die Wasserwirtschaft hat nur schlicht und ergreifend kein Interesse daran, gute Werte nach Brüssel zu melden. Lieber meldet man nur die wenigen problematischen Brunnen, die man hat (siehe Zahl der Meldebrunnen pro 1000km² im Vergleich zu anderen EU Ländern), und ... mehr anzeigen

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Fakten: 1. Die Bevölkerungszahl ist rückläufig 2. Die Tierzahlen sind Rückläufig 3. Die Verwertung der Nährstoffe wird besser (Dünger ist ja teurer); Folglich kann von einem erreichen von Grenzen keine Rede sein. Wir befinden uns seit geraumer Zeit auf dem Weg der Besserung. Das ... mehr anzeigen

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Stoßen wir an unsere Grenzen?

Auf der einen Seite steht der Grundwasserschutz, auf der Anderen die Versorgung der Bevölkerung mit heimischen Nahrungsmitteln. Ich kann mich des Gefühls nicht mehr erwehren, daß wir irgendwie mit unserem Lebensstil an unsere Grenzen stoßen. Ich habe erst heute Vormittag noch einen ... mehr anzeigen

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