BBV: Im Zweifel für den Abschuss von Wölfen

Der Schutz der heimischen Weidetierhaltung benötigt nach Einschätzung des Präsidenten vom Bayerischen Bauernverband (BBV), Walter Heidl, im Zweifel auch den Abschuss von Wölfen. In Deutschland scheine der Schutz des Wolfes derzeit über den Interessen der Landwirte zu stehen, erklärte der Verbandspräsident.

Der Schutz der heimischen Weidetierhaltung benötigt nach Einschätzung des Präsidenten vom Bayerischen Bauernverband (BBV), Walter Heidl, im Zweifel auch den Abschuss von Wölfen.

In Deutschland scheine der Schutz des Wolfes derzeit über den Interessen der Landwirte zu stehen, erklärte der Verbandspräsident kürzlich. Dabei passten Wolf und Weide nicht zusammen. Bedrohlich seien mögliche Tierrisse und die Auswirkungen der Anwesenheit des Wolfes auf die Herden. Daher müssten die Raubtiere - wenn nötig - geschossen werden dürfen.

Unterstützung erhielt Heidl von der Landtagsfraktion der Freien Wähler. Diese betonte, dass die Weidetiere in Bayern einen effektiven Schutz vor Wolfsübergriffen benötigen. Für die Pflege von Bergweiden brauche man Nutztiere. Daher müsse es möglich sein, Wölfe abzuschießen, wenn sie Weidetiere töteten.

Die Agrarsprecher der in den Landtagen vertretenen FDP-Fraktionen forderten in einem gemeinsamen Positionspapier, dass die Entnahme verhaltensauffälliger Tiere erlaubt sein müsse. Außerdem sei zum Schutz der Weidetierhaltung ein geordnetes Wolfs- und Luchsmanagement nötig.

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