Bestechung: Gammelfleisch mit krebserregenden Stoffen in Brasilien gefunden

Brasilien, der größte Fleischexporteur der Welt, wird von einem Gammelfleischskandal erschüttert. Eine Gruppe Betrüger soll den Verkauf großer Mengen Gammelfleisch, das mit noch haltbarem Fleisch vermischt wurde, organisiert haben. Betroffen ist auch der weltweit größte Fleischproduzent JBS.

Brasilien, der größte Fleischexporteur der Welt, wird von einem Gammelfleischskandal erschüttert. Eine Gruppe Betrüger soll den Verkauf großer Mengen Gammelfleisch, das mit noch haltbarem Fleisch vermischt wurde, organisiert haben. Betroffen ist auch der weltweit größte Fleischproduzent JBS. 20 Personen wurden nach Informationen der Zeitung DIE WELT bereits festgenommen.

Auch 33 Lebensmittelkontrolleure sollen in den Betrug verwickelt sein. Wie das Agrarministerium mitteilte, wurden bisher drei Produktionsstätten geschlossen und 21 Betriebe unter Sonderbeobachtung gestellt. Man habe in einigen Fällen krebserregende Stoffe in dem Fleisch gefunden. Diese sollten offenbar den Geruch des verdorbenen Fleisches überdecken. Mit weiteren chemischen Produkten hätten die Täter das Fleisch zudem optisch aufhübschen wollen. Presseberichten zufolge sollen überdies Schweineköpfe zu Wurst verarbeitet worden sein.

Die Bundespolizei war dem Skandal durch abgehörte Telefonate auf die Spur gekommen. Rund 1100 Polizisten seien an den landesweiten Ermittlungen beteiligt. Brasilien exportiert Fleisch in mindestens 160 Länder. Ob von dem verdorbenen Fleisch etwas nach Deutschland gekommen ist, ist bislang noch nicht klar.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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