Boomjahr 2011/12 für Australiens Farmer

Die Landwirtschaft in Australien hat am 30. Juni 2012 eines ihrer erfolgreichsten Wirtschaftsjahre beendet. Nach Angaben des Amts für die Land- und Rohstoffwirtschaft (ABARES) im kürzlich publizierten Jahresbericht stieg die Bruttowertschöpfung der Landwirtschaft gegenüber 2010/11 um 2,4 % auf den Rekordwert von fast 48,9 Mrd A$ (39,1 Mrd Euro).

Die Landwirtschaft in Australien hat am 30. Juni 2012 eines ihrer erfolgreichsten Wirtschaftsjahre beendet. Nach Angaben des Amts für die Land- und Rohstoffwirtschaft (ABARES) im kürzlich publizierten Jahresbericht stieg die Bruttowertschöpfung der Landwirtschaft gegenüber 2010/11 um 2,4 % auf den Rekordwert von fast 48,9 Mrd A$ (39,1 Mrd Euro). Das landwirtschaftliche Produktionsvolumen aller Bereiche erhöhte sich um mehr als 5 %; die Exporterlöse konnten sogar um 14,5 % auf die neue Bestmarke von 36,4 Mrd A$ (29 ,1 Mrd Euro) klettern.

„Dies ist eine vielversprechende Erholung für den Sektor nach schwierigen Zeiten im letzten Jahrzehnt“, kommentierte Landwirtschaftsminister Joe Ludwig die jüngsten Wirtschaftsdaten. Dem Jahresbericht des Statistikamtes zufolge schraubten vor allem die um 30 % auf gut 11,1 Mrd A$ (8,9 Mrd Euro) gestiegenen Ausfuhrerlöse für Getreide und Ölsaaten das Gesamtergebnis in die Höhe. Die Einnahmen aus dem internationalem Verkauf von Lebendtieren und Fleisch blieben dagegen mit knapp 6,8 Mrd A$ (5,4 Mrd Euro) auf dem Vorjahresniveau stehen; die Exporteure von Milcherzeugnissen mussten mit 2,3 Mrd A$ (1,8 Mrd Euro) sogar ein kleines Minus gegenüber 2010/11 verkraften.

Der australische Bauernverband (NFF) stellte heraus, dass in den vergangenen 30 Jahren fast 100 000 Farmer aufgegeben hätten und die Produktion dennoch weiter wachse. „Wir werden immer innovativer, effektiver und produktiver“, erläuterte NFF-Präsident Jock Laurie. Er betonte zudem, dass die australische Landwirtschaft eine große Zukunft habe, wenn es gelänge, weitere Produktivitätsfortschritte zu realisieren. Dafür bedürfe es einerseits eines starken staatlichen Engagements in der landwirtschaftlichen Forschung und Entwicklung; andererseits müsse das Nachwuchsproblem gelöst werden, denn das Durchschnittalter der Farmer liege derzeit bei 53 Jahren. „Um unser Zukunftspotential zu nutzen, müssen wir in unsere wertvollste Ressource investieren: die Menschen“, so Laurie. (AgE)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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