Kommentar

Branche im Stresstest Plus

„Die Coronakrise macht so vieles möglich: Warum nicht auch eine überfällige Annäherung in existenziellen Fragen des Milchsektors?“, fragt top agrar-Chefredakteur Matthias Schulze Steinmann

Facharbeiter bleiben in der Ferne, Ferienhöfe verwaist. Die Märkte fahren Achterbahn: Wer sich in diesen Tagen mit dem Alltag auf vielen Höfen oder den Herausforderungen in vorgelagerten Bereichen wie der Landtechnik befasst, erlebt Betriebe im Ausnahmezustand. Und er ist begeistert von Menschen, die Verantwortung übernehmen, zupacken und kreative Lösungen entwickeln.

Dass Landwirte Krise kennen, weiß jeder, der eine Portion Stallgeruch mitbringt. Dass sie auch Krise können, stellen Obst- und Gemüsebauern, Pferdebetriebe und andere Tierhalter mit jeder weiteren Woche der Corona-Einschränkungen eindrucksvoll unter Beweis.

Die Landwirtschaft liefert. Und das ist gut so. Denn die Bewährungsproben werden auch mit einem möglichen Abklingen der Corona-Pandemie nicht einfach verschwinden. Während die Direktvermarktung boomt, stehen die Märkte für Fleisch, Milch und Industriekartoffeln gewaltig unter Druck. Dazu...

Die Redaktion empfiehlt

Die neue top agrar 5/2020 ist da und natürlich beschäftigen wir uns darin ausführlich mit den Folgen der Corona-Pandemie für die Landwirtschaft. Lesen Sie hier das Vorwort der neuen Ausgabe.


Diskussionen zum Artikel

von Ines Worm

Gelernter Bauer und Urenkel einer BRB Viehaendlern Familie

Ich schon als Kind mit über Felder Eltern es wurde mit Sense gemäht und Kartoffeln mit gemacht die in der LPG gestoppelt fuer die Tiere. Runkeln gab da auch noch und Abbendorf Rueben weil da Lehmboden. Da wurde auch Sirub draus gekocht. Das war Landwirtschaft eines kleinen Bauern mit 2 ... mehr anzeigen

von Matthias Zahn

Der DBV....

...würde lieber nochmal 40000 Betriebe an die Wand fahren, als dem BDM auch nur einen Milimeter Boden gut machen zu lassen...... Da steht die "Alleinige Lufthoheit" an oberster Stelle. War es nicht Sonnleitner der sagte:"Du sollst keine anderen Verbände neben mir haben!" oder so ... mehr anzeigen

von Alois Riedl

Ein Chefredakteur mit so wenig Ahnung vom Leben?

Solange die Molkereien in der Krise keine Schmerzen haben weil Milchpreis ohne Probleme gesenkt werden kann, werden diese kein Interesse daran zu haben den Druck wirklich weg zu nehmen. Solange die Landwirte nichts zu sagen haben (außer wachsen oder zu weichen) werden die Molkeristen zu ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Ja, wir brauchen reduzierende Instrumente, bei solchen Situationen wie jetzt!

Keiner will die Quote zurück, aber im Biomilchsektor sehen wir es, eine gewisse Menge soll es machen, darüber hinaus kann nur schlecht abgesetzt werden, und neue Betriebe nehmen sie praktisch nicht mehr auf! Die Menge ist schon fast festgeschrieben, denn die Nachfrage steigt nicht mehr! ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Tja

der erste Schnitt gehört halt ins Silo für die Milchproduktion. Das BMU hat nicht begriffen, dass Umweltmaßnahmen mit dem entgangenen Ertragswert entschädigt gehört. Ist das von vorneherein klar, sind Umweltvereinbarungen leichter durchsetzbar. Der zusätzliche Aufwand muss auch ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Tja richtig erkannt

„Statt des Dauerstreits um Lagerhaltung und Mengenregulierung müssen DBV, BDM, LsV und Co. endlich die Ursachen für die wiederkehrenden Krisen am Milchmarkt angehen„ Die da wären? Export um jeden Preis und keine Möglichkeit die Menge dem tatsächlichen Verbrauch an zu passen. Es ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Braureien

haben vorsorglich schon angekündigt ihre Preise zu erhöhen und das nicht verkaufte Bier kann dann mit ruhigem Gewissen in den Abfluss.

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