Brandenburg für bundesweites Wolfmanagement

Brandenburg wird im Bundesrat gemeinsam mit Niedersachsen und Sachsen einen zehn Punkte umfassenden Entschließungsantrag zum Umgang mit dem Wolf einbringen. Als Bundesland mit der höchsten Anzahl an Wölfen, dränge Brandenburg seit langem darauf, bundesweit bessere Regelungen für den Umgang...

Brandenburg wird im Bundesrat gemeinsam mit Niedersachsen und Sachsen einen zehn Punkte umfassenden Entschließungsantrag zum Umgang mit dem Wolf einbringen. Als Bundesland mit der höchsten Anzahl an Wölfen, dränge Brandenburg seit langem darauf, bundesweit bessere Regelungen für den Umgang mit der streng geschützten Tierart  zu schaffen.
 
 „Die Bundesratsentschließung soll zu einem praktikablen, bundesweiten Wolfmanagement nach europäischem Recht führen, das die Bewertung und Beobachtung der Wolfspopulation, die Finanzierung von Präventionsmaßnahmen und Entschädigungsregeln einschließt. Dies sind auch die zentralen Säulen Wolfsmanagements in Brandenburg. Die Bundesratsinitiative  ist  eine Stärkung für unser Brandenburger Wolfsmanagement.“, so Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger:
 
So soll der Paragraph 45 Absatz 7 des Bundesnaturschutzgesetzes an den Artikel 16 der europäischen FFH-Richtlinie angepasst werden. Aufgrund von unterschiedlichen Übersetzungen des Begriffs „serious damage“ aus dem Originaltext der FFH-Richtlinie ergeben sich Unsicherheiten bei der Interpretation, unter welchen engen Voraussetzungen die Entnahme – in diesem Kontext eines Wolfs - nach Anhang IV der FFH-Richtlinie erlaubt ist.
 
 „Der Bund bleibt und ist in der Pflicht, für mehr Klarheit zur sorgen. Der Druck ist nach wie groß, während die Handlungsspielräume klein und für die Verantwortlichen letztlich mit vielen Fragezeichen verbunden sind", so der Minister weiter.
  
Erhaltungszustand der Wolfspopulation jährlich prüfen

 
Ein gemeinsames Monitoring und Management mit Polen wird ebenso für erforderlich gehalten wie die von Brandenburg geforderte Festlegung und Überprüfung des günstigen Erhaltungszustands der Art im jährlichen Turnus. Eine Beurteilung des Erhaltungszustands des Wolfs alle sechs Jahre (FFH-Berichtszeitraum) ist angesichts der dynamischen Populationsentwicklung nicht ausreichend.

Zukünftig soll der Bund den Erhaltungszustand der Wolfspopulation nach wissenschaftlichen Kriterien jährlich überprüfen. Ein bundesweites Herdenschutzzentrum wird für sinnvoll erachtet. Die Erfahrungen anderer europäischer Länder, insbesondere Frankreichs, sind zu berücksichtigen.
 
 

Artikel geschrieben von

Christina Lenfers

Redakteurin top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

Wir Wohlstandskinder

Ist die Rückkehr des Wolfes vielleicht Ausdruck "spätrömischer Dekadenz"?

von Wilhelm Grimm

@ Paul Siewecke, aber mindestens

A 16 und ein Entnahmewesenstest. Diese sprachliche Entgleisung "Entnahme" ist genau so bekloppt wie der ganze Umgang mit hart arbeitenden Bürgern, die diesen Unfug bezahlen müssen, aber Kitaplätze als nur ein Beispiel unter vielen sind zu teuer.

von Paul Siewecke

@ Grimm: aber mindestens....

mit einem Staatssekretär je Bundesland und jedes Bundesland mit 3 Sachbearbeitern und einem Amtsveterinär je Wolfsrudel.... weitere Stellenbeschreibungen nicht ausgeschlossen.... Ich bin der Ansicht, es reicht völlig, einzelne Schutzgebiete einzurichten und alle Wölfe, die außerhalb auffällig werden als Problemwolf zu behandeln. und zum Füttern können ja Wildschweine in die Schutzgebiete getrieben werden....

von Wilhelm Grimm

Und danach

werden wir ein Bundeswolfsministerium bekommen ?

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