Einigung

Brandenburger Koalition vereinbart Halbierung des chemischen Pflanzenschutzes

Bei der Umwelt- und Agrarpolitik bemüht sich die Koalition in Brandenburg um Einigkeit. Eine Halbierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes bis 2030 ist wohl schon beschlossene Sache.

Bei der künftigen Umwelt- und Agrarpolitik ist sich die neue Brandenburger Koalition aus CDU, SPD und Grünen grundsätzlich einig. Aus Sicht der Grünen müssten lediglich noch genaue Formulierungen der Einigungen erarbeitet werden. Dies gelte etwa für den beschlossenen Klimaplan. Außenstehende Beobachter berichten jedoch, dass es bei den großen Streitthmen zur Agrarpolitik keine Einigung gab.

Wie Grünen-Fraktionschefin Ursula Nonnemacher gegenüber Medien mitteilte, sei man sich einig, den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft bis 2030 zu halbieren. Sie äußerte sich aber nicht dazu, ob der Einsatz von PSM in Schutzgebieten verboten werden soll. Dies fordert eine Volksinitiative der Naturschutzverbände, die dafür bereits mehr als 63.500 Unterschriften gesammelt haben. Dagegen laufen die Landwirtschaftsverbände Sturm, ergänzt der Sender rbb.

Nach dessen Eindruck hätten sich die Vertreter von SPD, CDU und Grüne bemüht, bei der Umwelt- und Agrarpolitik den Eindruck von Einigkeit zu vermitteln. Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) habe am Montag bestätigt, dass die Koalition beim Klimaschutz weitere Schritte gehen wolle, im Umwelt- und Naturschutz sowieso.

Laut rbb soll es aber in der vorbereitenden Arbeitsgruppe zuvor heftigen Streit über Umweltthemen gegeben haben, so über den Pflanzenschutzmitteleinsatz in Schutzgebieten oder den Tierschutz in den Großmastbetrieben. Die Grünen stehen hinter einer Volksinitiative der Naturschutzverbände, die für das Verbot von Mitteln in Schutzgebieten und die Förderung von ökologischer Landwirtschaft eintritt. Zudem wollten die Grünen noch über die Verteilung der EU-Gelder für die Landwirtschaft verhandeln. Bekanntlich fordern sie eine stärkere Unterstützung der Öko-Betriebe. Die CDU konterte, dass die Bauern nur auf Öko umstellen könnten, wenn es sich für sie finanziell lohnt.

Das Streitthema zum Umgang mit den Wölfen wurde vertagt, um das Bundesgesetz abzuwarten, hieß es.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Diedrich Stroman

Wünsch dir was?

Was sind das für Koalitionsverhandlungen geht es nur noch um das geschachere Länder spezifische Bauernbasching Politik? Die DDR Bauern hatten jedes Jahr ein Plansoll zu erfüllen und wie sie es machten war den Verantwortlichen überlassen, wir haben heute eine Regellandwirtschaft nach Koalitionsart und gut dünken der unfähigen Politiker Kaste! Bauernkrieg ist angesagt, Wochen lang bevor alles zu Tode verwaltet und abgewickelt ist !!!

von Uwe Ringen

Wunschkonzert?

Ich habe gedacht das es höchst komplizierte Zulassungsverfahren und Aufwandsbeschränkungen gibt. Warum nicht 60 % oder 40 % Minderung. Ich hätte auch noch ein paar Wünsche zu Weihnachten. Lächerlich. Die sich solche sachen wünschen lade ich zum Rüben hacken ein, damit der Bezug zur Realität wieder zustande kommt. In Handarbeit, sonst zuviel CO2.

von Willy Toft

Bekommt man das hin, und warum nur gegen die Bauer?

Wölfe überlässt man sich weiter selbst, dem Schäfer zum Schaden! Die PSM werden zugeteilt? Oder wie soll das gehen? Man kann nicht per Knopfdruck, die Bewirtschaftung umdrehen, und die Bauern dabei vergessen. Wie will man die Bauern in der Region halten?

von Volker Grabenhorst

Wir sind eine politisch verfolgte Minderheit. Gab es schon einmal, damals waren die Hetzer braun, heute sind sie grün

von Rudolf Rößle

Na na

wie sehen dann die Berufs- und Uniinhalte der Lehranstalten aus . Ab Morgen 50 % Biolandwirtschaft und Naturheilkunde plus intensive Botaniklehre von Mischkulturen.

von Wilhelm Grimm

Zeugnis: 1. Klasse.

Sie haben sich bemüht.

von Wilhelm Grimm

Auf Euch

hätte ich gerne verzichtet. Aber so wie ich den Bauernbund einschätze, wird er noch seinen Kommentar dazu abliefern.

von Gerhard Steffek

Winston Churchill!

"Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz. Wer es mit 40 noch ist, keinen Verstand!" Wenn ich so bedenke, daß die meisten Politiker doch schon über 40 sind, dann kann ich solche Beschlüsse nicht fassen. Wenn es dem Esel zu wohl wird...

von Altmann

Einseitige Umweltpolitik

Warum immer die Landwirtschaft? Warum keinen Halbierung des Autoverkehrs??

von Christoph Blankenburg

Bibelzitat

"Herr vergib ihnen, sie wissen nicht was sie tun."

von Jörg Meyer

mit Gentechnik bzw crisper cas?

mit crisper cas ist das möglich, das meinet auch Urs Niggli vom Forschungsinstitut Biologischer Landbau!

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