Brüssel legt Bioökonomie-Strategie vor Premium

Der Land- und Forstwirtschaft kommt bei der Verwirklichung der EU-Biokönomie-Strategie eine entscheidende Rolle zu. Dies betonten der EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen und der EU-Forschungskommissar Carlos Moedas am Donnerstag in Brüssel bei der Vorstellung des Aktionsplanes für ein nachhaltiges Europa.

Kritiker warnen vor einer Landwirtschaft, die als "wissenschaftlich betriebene Agroindustrie“ betrieben wird, und Pflanzen als "Biomaschine“: Monokulturen, wie bei den gigantischen Blumenfeldern in den Niederlanden, gefährden langfristig die Bodenfruchtbarkeit sagen Wissenschaftler (Bildquelle: Corbis)

Der Land- und Forstwirtschaft kommt bei der Verwirklichung der EU-Biokönomie-Strategie eine entscheidende Rolle zu. Dies betonten der EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen und der EU-Forschungskommissar Carlos Moedas am Donnerstag in Brüssel bei der Vorstellung des Aktionsplanes für ein nachhaltiges Europa.   „Ziel der EU ist es, bei der Umwandlung von Abfällen, Rückständen und Rückwürfen in wertvolle Produkte, umweltfreundliche Chemikalien, Futtermittel und Textilien weltweit eine Vorreiterrolle einzunehmen. Forschung und Entwicklung sind für den grünen Wandel der europäischen Wirtschaft und die Erreichung der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung von entscheidender Bedeutung“, sagte Forschungskommissar Moedas vor der Presse.   Eine nachhaltige, kreislauforientierte Bioökonomie lasse sich nur realisieren, wenn öffentliche Stellen und die Industrie gemeinsame Anstrengungen unternehmen würden. Um hier Impulse zu geben, will die EU-Kommission bereits 2019 mit 14 konkreten Maßnahmen aufwarten. Um das Potenzial der Bioökonomie zur Modernisierung der europäischen Wirtschaft und ...

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Artikel geschrieben von

Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

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Diskussionen zum Artikel

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von Anke Möbius

Herr Hümmere,

bitte richtig lesen, es ist NICHT die Rede davon, dass die Landwirtschaft industrielle Schadstoffe übernehmen soll, sondern Herr Moedas nennt verschiedene Wirtschaftsbereiche, die zu einer Kreislaufwirtschaft und damit zu Nachhaltigkeit kommen müssen und nicht explizit die Landwirtschaft als Prügelknabe....

von Alfons Hümmer

Beide, EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen und der EU-Forschungskommissar Carlos Moedas, reden von Wirtschaft und Nachhaltigkeit. Beide sagen: "Eine nachhaltige, kreislauforientierte Bioökonomie lasse sich nur realisieren, wenn öffentliche Stellen und die Industrie gemeinsame Anstrengungen unternehmen würden". Keiner redet davon, dass nur durch die Landwirtschaft eine nachhaltige und kreislauforientierte Bioökonomie erzielt werden kann und dass nur die Landwirtschaft für Fehlentwicklungen haften muss,. Offensichtlich soll die Landwirtschaft alle Abfallprodukte der Industrie abnehmen und "da werthaltig" auch noch teuer bezahlen. Ich befürchte, dass viele Landwirte (aus finanziellen Gründen) zur Abnahme dieser Industrieabfälle bereit sind, besonders wenn sie für die Abnahme derartiger Abfälle auch noch bezahlt werden. Meines Erachtens entsorgt bereits jetzt die chemische Industrie viele Abfälle (z. B. aus der Herstellung von Arzneimitteln) über den Verkauf von industriell hergestellter Düngermittel. Sie muss ja hierzu nur die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte für Schadstoffe einhalten. Dies gilt für mineralische und biologische Dünger. Die Landwirte werden zum Schluss wieder an den Pranger gestellt. Sie waren ja wieder einmal zu gutgläubig und haben den zugekauften Dünger auf den selbst bewirtschafteten Flächen ausgebracht. Topagrar.com - Lesen Sie mehr auf: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Bruessel-legt-Biooekonomie-Strategie-vor-9969878.html#respondTopagrar.com - Lesen Sie mehr auf: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Bruessel-legt-Biooekonomie-Strategie-vor-9969878.html#respond

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