Bürokratieabbau: Mehr als nur an Symptomen doktern Plus

Die Verwaltung der Agrarzahlungen soll einfacher werden. Der wissenschaftliche Beirat macht dem Landwirtschaftsministerium dafür Vorschläge. Er rät zu einer Abkehr vom Misstrauen.

Die Vereinfachung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gehört zu den beliebtesten Forderungen in sämtlichen Reden von Politikern und Funktionären zur Agrarpolitik. Wie das gehen soll, schlägt nun der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik beim Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) in seinem neusten Gutachten vor, das er am Donnerstagabend dem BMEL übergeben hat. „Eine Vereinfachung ist dringend geboten, und zwar für beide Säulen der GAP und für alle Akteursebenen“, heißt es darin. Gemeint ist eine Vereinfachung bei der EU-Verwaltung, bei den Mitgliedstaaten, in Deutschland in den Bundesländern und auch bei den Empfängern der Zahlungen, den Landwirten.

Weniger Misstrauen und Zeitverzögerung

Die anstehende EU-Agrarreform nach 2020 sehen die Wissenschaftler als Chance, um die Verwaltungsbelastung „auf ein angemessenes Maß zu reduzieren“. Hierfür sei aber mehr notwendig als nur eine ausschließlich auf die GAP ausgerichtete Reform, die an einzelnen Symptomen der Verwaltungskomplexität ansetzt, heißt es in dem Gutachten. Die derzeitige Misstrauenskultur müsse langfristig durch eine gemeinsame Verwaltungskultur von EU und Mitgliedstaaten ersetzt werden. Die bisher zahlreichen EU-Durchführungsbestimmungen zur GAP wollen die Wissenschaftler in ein einheitliches Gesetzeswerk zusammengefasst sehen. Außerdem ermahnen die Wissenschaftler die Politik dazu, sich rechtzeitig vor Beginn einer neuen Förderperiode auf einen neuen...

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Diskussionen zum Artikel

von Jürgen U. Elke Dippel GbR

Um den ganzen kommenden Schwachsinn Vorort zu kontrollieren fehlt denen doch das Personal Ich schlage vor das wir uns im regelmäßigen Abstand selbst Geißeln

von Renke Renken

Schwachköpfe,die erfunden haben

daß man im ANDI-Antrag noch extra ein Kreuz setzen muß, mit dem man die Auszahlung der Gelder beantragt, wollen uns was von Bürokratieabbau erzählen......

von Klaus Fiederling

Nachtrag

Wie ist unsere Zukunft auszugestalten, wenn eine Ökologisierung erwartungsgemäß rasant voranschreitet; wir die dato euphorisch avisierten 50% Öko-Landbau-Grenze realiter erreichen werden? // Wer imstande ist, jetzt schon auf den Quadratmeter genau zu erfassen, darf bei der Offenlegung ... mehr anzeigen

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

Allein mir fehlt der Glaube

So lange ich denken kann (werd jetzt Rentner), wird über Bürokratieabbau in Fensterreden gefaselt. Passiert ist das Gegenteil. Es ist geradezu lächerlich, in Anbetracht der neuen Zusammensetzung im EU Parlament, von Bürokratieabbau zu schwadronieren.

von Klaus Fiederling

Entscheidend ist im Endeffekt, was hinten rauskommt.

Der wissenschaftliche Beirat hat noch einige Punkte vergessen: // Ziff. 11: a) Welche Verwaltungskosten im Detail pro Hektar bis zur schlussendlichen Auszahlung an den jeweiligen Empfänger fallen in Summe an. Aufzuschlüsseln ist hierbei nach denselben zunächst der EU-Administration, ... mehr anzeigen

von Albert Maier

Oh je,

wenn sich der wissenschaftliche Beirat mit Bürokratieabbau befasst haben wir am Ende des Tages noch wesentlich mehr Bürokratie.

von Berthold Lauer

Panikattacke!

Was wird da wohl bei rauskommen! Wenn auch nur einer von den 10 genannten Punkten halbwegs realisiert wird, wird man das als Erfolg feiern, wobei wahrscheinlich gleizeitig ein Sammelsurium neuer bürokratischer Stolpersteine installiert wird. Allein das Wort "Bürokratieabbau" löst doch ... mehr anzeigen

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