Bundesländer drängen auf Weidetierprämie

Der Bundesrat hat heute einer Entschließung für eine Weidetierprämie von 30 € pro Tier zugestimmt. Nun muss die Bundesregierung entscheiden. Doch die sieht die Prämie sekptisch.

Die zusätzliche Belastung, die Weidetierhaltern durch den notwendigen Herdenschutz vor Angriffen durch Wölfe entsteht, erfordert nach Ansicht des Bundesrates eine finanzielle Kompensation durch den Bund. In einer am 28. Juni 2019 beschlossenen Entschließung spricht er sich dafür aus, dass Weidetierhalter baldmöglichst eine Förderung von 30 Euro je Mutterschaf/Ziege erhalten sollen.

Finanzierung ausschließlich aus EU-Mitteln

Das Geld soll aus der ersten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik kommen - sie wird ausschließlich aus EU-Mitteln finanziert. So wäre die Prämie unabhängig von einer Kofinanzierung durch die Länder.

Entscheidung liegt bei Bundesregierung

Die Entschließung wurde am 28. Juni 2019 der Bundesregierung zugeleitet. Sie entscheidet, ob sie das Anliegen der Länder aufgreifen will. Feste Fristen gibt es hierfür nicht. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hatte aber bisher regelmäßig bekundet, dass es gegen eine gekoppelte Weidetierprämie ist.

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Renke Renken

Frage:

Wieso nur eine Weidetierprämie als Kompensation für Herdenschutzmaßnahmen bei Schafen und Ziegen? Werden Rinderherden nicht von Wölfen angegriffen?

von Gerd Uken

Nun wird’s interessant

In Niedersachsen wollte O. K. das ja vor eineinhalb Jahren noch nicht weil es von Meyer kam und bei der EU nicht durchsetzbar wäre

von Andreas Thiel

Mutterkühe...

Nicht vergessen...

von Martin Schmidt

Die Entkopplung

ist die "Heilige Kuh" des BMEL, von mir aus sollen sie lieber die Wölfe schießen. Dann leben unsere Schafe sicher.

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